| Trier antik: 4000 Besucher bei Multimedia-Schau |
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| Mittwoch, 04. August 2010 um 07:05 Uhr | ||
Trier (dpa/lrs) - Die neue Multimedia-Schau «Im Reich der Schatten» im Rheinischen Landesmuseum Trier hat in den ersten sechs Wochen bereits 4000 Besucher angelockt. Seit Ende Juni bespielte der Inszenierungsmix aus Kino, Theater, Trickfilm und Hörspiel 120 Mal die fast 2000 Jahre alten Grabdenkmäler der «Neumagener Gräberstraße» im Museum - und machte den Alltag im römischen Trier lebendig. «Die Schau kommt sehr gut an», sagte Museumsdirektor Eckart Köhne der dpa am Dienstag. Das Konzept, die Antike peppig und modern erlebbar zu machen, sei aufgegangen. «Vor allem junge Leute und Schulklassen sind mit den bewegten Bildern furchtbar glücklich», sagte Köhne.
In der 45-minütigen Schau werden die 50 Denkmäler zur Filmkulisse, der Besucher Teil eines virtuellen Bühnenbildes. 18 Projektoren und 19 verschiedene Schallquellen machen ein «Rundum»-Erlebnis möglich. Und erzählen Episoden, die aus den Original-Exponaten entwickelt wurden. «Besonders gelobt wird, wie die Szenen auf den Reliefs lebendig werden», sagte Köhne. Wie bei dem «Schulrelief», auf dem eine Schulszene entstand. Das neue Konzept, mit dem auch Museumsmuffel überzeugt werden sollen, erarbeitete die Berliner Szenografin Charlotte Tamschick mit 20 Künstlern.
Nach Angaben von Köhne wird die Vorstellung, die bis auf montags täglich dreimal fest im Programm ist, technisch noch optimiert. Die Lautsprecher sollten Ende September auf Ohrenhöhe gebracht werden, um den Ton zu verbessern. Zudem werde die Handlung gestrafft, damit die Besucher die Schau in dem rund 600 Quadratmeter großen Museumssaal in einer «großen Rundtour» erleben können. An der Mehrsprachigkeit werde auch gearbeitet. «Im Reich der Schatten» soll mindestens fünf Jahre laufen. Das Spektakel hat fast eine Million Euro gekostet. Die eine Hälfte kam vom Land Rheinland-Pfalz, die andere von der EU.
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