| Wowereit: Berlin investiert weiter in Kulturprojekte Gespräch: Nada Weigelt, dpa |
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| Mittwoch, 04. August 2010 um 07:05 Uhr | ||
Berlin (dpa) - Trotz riesiger Haushaltslöcher hält Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) an den Millionenprojekten Kunsthalle und Landesbibliothek fest. Beide Bauvorhaben seien sinnvoll und wichtig, sagte Wowereit in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. «Das Land Berlin wird bei einem Haushalt von 22 Milliarden Euro auch in Zukunft investieren. Es wäre fatal, wenn wir das nicht tun», betonte der SPD-Politiker.
Die schon seit langem geplante Kunsthalle für zeitgenössische und noch nicht fest etablierte Kunst nannte Wowereit eine «Lücke» in der Kulturlandschaft der Stadt. «Es ist traurig, dass Künstler aus Berlin eher eine Chance haben, im Ausland auszustellen, als in ihrer eigenen Stadt. Das muss sich ändern.»
So gebe es zwar hervorragende Ausstellungsbauten wie den Martin- Gropius-Bau und die Neue Nationalgalerie. Die Präsentationen dort seien aber sehr kostenintensiv, nicht jeder könne hinein. «Und deshalb fehlt ein Segment - und das ist die Kunsthalle.»
Als Übergangslösung war auf dem Schlossplatz ein provisorisches Ausstellungsgebäude errichtet worden, das Erfahrungen für eine dauerhafte Lösung bringen sollte. Es schließt am 31. August nach zwei Jahren und schätzungsweise 200 000 Besuchern.
Auch der Bedarf an einer zentralen Landesbibliothek ist Wowereits Worten zufolge nach wie vor groß. «Ich glaube, dass das gut investiertes Geld wäre.» Die derzeitige Landesbibliothek habe einen riesigen Zulauf, die ehemalige Amerika-Gedenkbibliothek in Kreuzberg platze aus allen Nähten.
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