| Ausbau des Sprengel Museums verzögert sich |
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| Donnerstag, 05. August 2010 um 07:57 Uhr | ||
Hannover (dpa/lni) - Der Ausbau des Sprengel Museums für moderne Kunst in Hannover verzögert sich voraussichtlich um ein Jahr. Trotz des Sparpakets der Landesregierung sei das Projekt aber nicht infrage gestellt, sagte Niedersachsens Kulturministerin Johanna Wanka (CDU) am Mittwoch. Noch laufe bis Ende August eine Machbarkeitsstudie zu den Kosten des 25 Millionen Euro-Projekts.
Hannovers Kulturdezernentin Marlis Drevermann hofft auf einen Baustart übernächstes Jahr. Das ist gut ein Jahr später, als bisher ins Auge gefasst wurde. Mit einer Fertigstellung rechnet Drevermann im ersten Halbjahr 2014. Auf diesen Zeitpunkt setzt auch Museumsdirektor Ulrich Krempel. «Anfang 2014 werde ich pensioniert und ich möchte das in meiner Amtszeit erleben.»
Das Museum soll nach einem Entwurf des schweizer Architektenbüros Meili + Peter ausgebaut werden. Damit der Bau die festgesetzte Finanzobergrenze von 25 Millionen Euro nicht überschreitet, müssen die Architekten ihren Entwurf etwas überarbeiten. «Der Architektenentwurf war größer als die Ausschreibung», sagte Krempel. Aber die Form des Entwurfs solle nicht entstellt werden.
Drevermann sagte, man könne an vielen Kostenschrauben drehen, ohne den Entwurf zu beeinflussen. Gespart werden könne zum Beispiel am Bodenmaterial oder an technischen Details. Krempel hat sich bereits von einigen Vorstellungen verabschiedet: Die Holzwerkstatt müsse an ihrem alten Platz im Sprengel Museum bleiben und nicht wie ursprünglich geplant in den neuen Bau umziehen. Für die geplanten drei Etagen Ausstellungsfläche sollen rund 1400 Quadratmeter zur Verfügung stehen. Laut Drevermann waren zunächst etwa 1600 Quadratmeter angedacht.
An dem 25 Millionen Euro teuren Ausbau beteiligen sich die Stadt Hannover sowie Förderer mit jeweils fünf Millionen Euro. Das Land Niedersachsen soll fünf Millionen Euro der Kosten tragen, zehn Millionen Euro stammen aus EU-Mitteln. Aufgrund des Sparzwangs will das Land zwei Millionen seines Finanzierungsanteils nun erst verspätet zahlen.
Zum Kernbestand des von Land Niedersachsen und Stadt getragenen Museums gehört die Sammlung des hannoverschen Schokoladenfabrikanten Bernhard Sprengel.
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