| Gemäldegalerie bereitet Vermeer-Ausstellung vor |
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| Freitag, 06. August 2010 um 08:35 Uhr | ||
Dresden (dpa/sn) - Die Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden porträtiert vom 3. September an den Delfter Barockmaler Johannes Vermeer (1632-1675). Die Ausstellung «Der frühe Vermeer» (bis 28. November) vereine erstmals alle seine erhaltenen frühen Gemälde an einem Ort, sagte der Sprecher der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Stephan Adam, am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. Neben dem Dresdner Bild «Bei der Kupplerin» (1656) seien «Diana und ihre Gefährtinnen» (um 1653/54) aus dem Mauritshuis Den Haag und «Christus bei Maria und Martha» (um 1654/55) aus der National Gallery of Scotland Edinburgh zu sehen. Die drei Werke waren schon in Den Haag gemeinsam zu sehen und gehen später auch nach Edinburgh.
«In Dresden wurde darum aber eine große Ausstellung konzipiert», sagte Adam. So geben daneben Werke italienischer und holländischer Künstler - allesamt Leihgaben - einen tiefen Einblick in Vermeers frühe Phase der Bildentwicklung, sagte die Oberkonservatorin für niederländische Malerei der Galerie, Uta Neidhardt. Der zweite Teil der Schau sei dem berühmten Dresdner Vermeer-Gemälde «Brieflesendes Mädchen am offenen Fenster» gewidmet. Dafür werde das auf dem Bild dargestellte Zimmer originalgetreu und maßstabsgerecht nachgebaut. Ein umfangreiches Bildungsprogramm widme sich der Entstehung des frühen Meisterwerks, das seit 1742 zum Bestand der Galerie gehört.
In einem Delfter Zimmer sollen kunstgewerbliche Objekte für die entsprechende Stimmung sorgen, sagte Neidhardt. Daneben zeugten weitere 20 Gemälde von Delfter Malern und Zeitgenossen Vermeers aus dem Bestand der Dresdner Galerie von dessen künstlerischem Umfeld. Vermeer gehört neben Rembrandt und Frans Hals zu den bedeutendsten holländischen Künstlern des 17. Jahrhunderts. «Malerische Brillanz, kompositorische Ausgewogenheit und technische Perfektion seiner nur 36 Gemälde zeugen von höchster Meisterschaft der Malerei in einer von Künstlern reichen Region», heißt es in der Ausstellungsankündigung. Seinem Frühwerk sei jedoch bisher wenig Aufmerksamkeit zugekommen.
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