| Jugend im Visier der Landesausstellung 2011 |
|
|
|
| Samstag, 07. August 2010 um 07:31 Uhr | ||
Dresden/Görlitz (dpa/sn) - Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre haben bei der 3. Sächsischen Landesausstellung «via regia - 800 Jahre Bewegung und Begegnung» 2011 im Kaisertrutz Görlitz freien Eintritt. «Sie sind unsere Hauptzielgruppe», sagte der Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen, Martin Roth, am Freitag in Dresden. Mit «einem großen sechsstelligen Betrag» fördert die Ostdeutsche Sparkassenstiftung Angebote wie einen Juniorkatalog für 12- bis 16-Jährige sowie den Transport von Schulklassen aus den Regionen, kündigte Präsident Claus Friedrich Holtmann bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung für ein Bildungsprogramm unter dem Titel «Junge Landesausstellung» an.
Die junge Generation soll sich aktiv mit der Geschichte Sachsens und der Bedeutung von Heimat auseinandersetzen und Perspektiven entwickeln, sagte Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos). «Man muss wissen, wo man herkommt.» Die Schau solle zudem in ganz Europa Interesse wecken, das «faszinierende historische Erbe» Sachsens kennenzulernen. Mit dem Jugendprogramm werde die Schau auch in den Unterricht geholt, sagte Kultusminister Roland Wöller (CDU). Dazu gebe es spezielle Workshops und einen Lehrer als Bindeglied zwischen Ausstellungsmachern und interessierten Schulen. Ein Jugend-Audioguide in Form eines Hörspiels werde auch die Altstadt von Görlitz mit einbeziehen, sagte Stiftungschef Holtmann.
Die von den Kunstsammlungen vorbereitete Schau (21. Mai bis 31. Oktober 2011) stellt anhand von Dokumenten, Kunstwerken, Geschichten und archäologischen Funden das Leben und den Austausch von Waren, Kunst und Kultur zwischen Herrschaftsgebieten an der einst bedeutendsten Ost-West-Handelsverbindung dar. Die Via Regia führte vom spanischen Santiago de Compostela bis nach Kiew in der Ukraine. Eines der prominentesten Objekte wird die Krone sein, die sich Kurfürst August der Starke 1697 zur Krönung zum polnischen König anfertigen ließ. Das silbervergoldete Machtsymbol mit 97 Edelstein- Imitaten aus geschliffenem Bleikristall wurde ihm beim Gang vom Schloss zur Kathedrale vorgetragen, sagte die Oberkonservatorin der Rüstkammer, Jutta Charlotte von Bloh. Sie gehörte zum Ornat Augusts des Starken (1670-1733), der wie ein römischer Kaiser auftreten wollte. «Gekrönt wurde er mit der polnischen Königskrone.»
www.landesausstellung-viaregia.museum
|
























































