| Roth: Staat muss Museumsarbeit besser finanzieren |
|
|
|
| Mittwoch, 11. August 2010 um 06:36 Uhr | ||
Dresden (dpa/sn) - Der Staat muss aus Sicht des Generaldirektors der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Martin Roth, die Arbeit in den Museen besser finanzieren. Das Forschen und Bewahren sei in den vergangenen Jahren immer schwieriger geworden, sagte er am Dienstag dem Deutschlandfunk aus Köln. Trotz der immer neuen Eröffnung von Ausstellungen wie etwa bei der Türkischen Kammer in Dresden prallten derzeit zwei Bereiche so heftig aufeinander wie noch nie: «Es ist ein riesengroßer Unterschied, ob wir von aufgebautem Mauerwerk und ausgestellten, feinen Objekten reden oder von wissenschaftlicher Arbeit und kuratorischer Leistung, Ankäufen, Zukunftssicherung.»
Dabei sieht Roth vor allem den Staat der in der Pflicht - vor der privaten Finanzierung von Museen durch Stiftungen oder Projekte. «Wenn dieses kulturelle Erbe in die Zukunft gerettet werden soll, dann kann das nur der Staat als unser Vertreter machen. Damit entscheiden wir selbst und übergeben das nicht irgendwelchen freien Kräften der Wirtschaft.»
Roth zufolge hat das Konjunkturpaket II des Bundes zwar vielen Museen neue Bauten ermöglicht. Das bedeute aber noch lange nicht, dass die Mitarbeiter finanziert werden könnten und langfristig die Arbeit gesichert sei.
|
























































