| NDR: Schäden im Herrenhaus Rantzau sichtbar |
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| Donnerstag, 12. August 2010 um 06:46 Uhr | ||
Rantzau/Kiel (dpa/lno) - Befürchtungen des Denkmalschutzes um die Inneneinrichtung des Renaissance-Herrenhauses Rantzau im Kreis Plön haben sich offenkundig bestätigt. Die NDR 1 Welle Nord berichtete am Mittwoch, das Gebäude sei zum großen Teil entkernt worden. Nach langem Tauziehen hatten Staatsanwaltschaft und Denkmalschutz Zutritt erwirkt. Schleswig-Holsteins Kulturministerium und Landeskonservator Michael Paarmann schalteten Ende Juni die Staatsanwaltschaft ein. Auslöser waren Hinweise, wonach die neue Eigentümerin große Teile der historischen Innenausstattung herausgebrochen haben könnte. Rantzau ist eines der kulturgeschichtlich bedeutendsten Herrenhäuser im Land. Zur denkmalgeschützten Innendekoration gehörten Stuckdecken sowie wertvolle Wandpaneelen, Tapeten und Türen. Von der einstigen Pracht sei nur noch wenig zu spüren, berichtete ein NDR-Reporter, der bei der Durchsuchung am Ort des Geschehens war. Wertvolles Kulturgut sei wohl unwiederbringlich zerstört worden. Die Kieler Oberstaatsanwältin Birgit Heß sagte dem Sender: «Eine vorsichtige Bewertung geht dahin, dass es tatsächlich vor Ort kunsthistorisch wertvolle Gegenstände gegeben haben soll, die nunmehr zerstört sein sollen». Ein Anwalt der Eigentümerin wies die Vorwürfe des Denkmalschutzes gegenüber dem Schleswig-Holstein Magazin des NDR- Fernsehens zurück. Nach NDR-Informationen soll das Herrenhaus wohl schon wieder verkauft worden sein an eine gerade erst gegründete Gesellschaft.
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