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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Montmartre-Maler: Das Ende eines Mythos? Von Sabine Glaubitz, dpa PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 12. August 2010 um 06:46 Uhr

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Die Montmartre-Maler gehören zu Paris wie der Eiffelturm und die Kathedrale Notre-Dame. Doch seit Nachahmungen aus China auf dem höchsten Hügel von Paris Einzug halten, bangen sie um ihre Zukunft.

 

Paris (dpa) - Die Globalisierung macht auch vor den Pariser Montmartre-Malern nicht halt. Zunehmend kämpfen die Künstler auf der Place du Tertre gegen Nachahmungen aus China, die in den umliegenden Galerien und Souvenirläden zu Dumping-Preisen als Montmartre- Kunstwerke verkauft werden. Doch nicht nur die Kopien «made in China» bedrohen ihre Existenz. Auch die Konkurrenz durch illegal arbeitende Künstler nimmt zu.

 

Noch weht ein Hauch des einstigen Künstlerviertels über dem Platz, der im 19. Jahrhundert Renoir, van Gogh, Toulouse-Lautrec, Picasso und Braque angezogen hat. Doch die heutigen Montmartre-Maler fürchten um den Ruf ihrer Kunst. «Den Mythos des Montmartre-Malers wird es bald nicht mehr geben», sagt Alain verbittert. Der 58-Jährige muss es wissen, denn er hat erstmals vor mehr als 35 Jahren seine Staffelei auf dem Platz aufgestellt.

 

Zwar sind die knapp 300 Maler, die die begehrte Konzession zum Arbeiten auf dem Platz du Tertre besitzen, nicht vom Aussterben bedroht, denn die Warteliste für einen Platz ist lang. Doch bangen sie um eine alte Tradition. «Auf der einen Seite wird der Überlebenskampf immer härter, auf der anderen Seite verschlechtert sich unser Image», erklärt Montmartre-Künstlerin Marie-Noëlle Romvos.

 

Viele der Touristen, die nach einem Besuch der Basilika Sacré-Coeur zum Place du Tertre wollen, werden schon vorher von den illegal arbeitenden Malern abgefangen. Für ein Porträt zwischen 15 bis 20 Euro verderben sie nicht nur die Preise. «Oft sind die Porträts auch dermaßen schlecht, dass die Leute enttäuscht sind. Das wirft auch ein schlechtes Bild auf uns», erklärt die 55-Jährige.

 

Marie-Noëlle hat zur Verteidigung ihrer Zunft die Vereinigung der Porträtisten gegründet. Porträts und Karikaturen gehören auf dem Platz zu den meist gefragten Kunstgattungen. Die Logik der reinen Gewinnerbringung hat sich auch hier durchgesetzt. Man passt sich dem Geschmack des Kunden an. «Leider hat sich dadurch auch ein einheitlicher Stil durchgesetzt», gesteht die Künstlerin.

 

Die Montmartre-Porträtistin steht seit 1976 auf dem Place du Tertre. Damals konnte man noch ohne Genehmigung seine Kunst auf dem Platz anbieten, immer nach dem Prinzip: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Das hatte nicht nur Vorteile. «Oft stand ich schon um 6.00 Uhr morgens hier, um einen Platz zu ergattern». Dann kam die Regelung, die heute noch in Kraft ist: Nur Künstler, die nach strengen Kriterien im Maison des Artistes, dem staatlichen französischen Künstlerverband, eingeschrieben sind, dürfen auf dem Montmartre-Platz arbeiten und verkaufen.

 

Heute teilen sich zwei Künstler rund einen Quadratmeter Platz, im Schichtverfahren sozusagen. «Das hat gut geklappt und reichte, um sein täglich Brot zu verdienen. Doch heute sind unsere Preise in den Keller gerutscht», erzählt Marie-Noëlle weiter. Insgesamt gibt es bereits fünf Vereinigungen zum Schutz der Montmartre-Maler. Zuletzt gingen sie gegen die Erhöhung der Platzmieten vor.

 



Tags: platz  montmartre  k  
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