| Rauch-Schau übertrifft alle Erwartungen |
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| Freitag, 13. August 2010 um 06:37 Uhr | ||
München (dpa/lby) - Die Neo-Rauch-Ausstellung «Begleiter» in der Pinakothek der Moderne in München hat alle Erwartungen übertroffen. Schon mehr als 165 000 Menschen haben die Ausstellung bislang besucht - an diesem Sonntag geht sie nach vier Monaten zu Ende. Mehr Besucher hatte eine Ausstellung in der Pinakothek der Moderne noch nie. «Das ist sensationell», sagte Kurator Bernhart Schwenk im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa in München. Rund 5000 Ausstellungskataloge wurden verkauft. «Bei einer Ausstellung zur Gegenwartskunst wären 50 000 oder 60 000 Besucher schon ein enormer Erfolg gewesen. Und jetzt sind es dreimal so viele geworden.» Mit Glück soll die Zahl noch auf 180 000 Besucher steigen.
Am Montag ist dann alles vorbei. Eine Finissage soll es nicht geben, weil der Andrang viel zu groß wäre. Die Bilder werden abgehängt, von Kurierdiensten abgeholt und - gemeinsam mit den Werken aus der zweiten Rauch-Schau in Leipzig - zurück zu ihren Besitzern gebracht, von denen viele in Kalifornien oder auf Hawaii leben.
60 zum Teil großformatige Werke Rauchs, der als Meister des Surrealen gilt, waren von Mitte April an in München zu sehen - noch einmal so viele zeitgleich in Rauchs Heimatstadt Leipzig. Die meisten Bilder stammen aus privaten Sammlungen und waren der Öffentlichkeit bislang nicht zugänglich, einige kamen frisch aus Rauchs Leipziger Atelier.
«Auch, wenn die Bilder nicht allen gefallen, müssen alle feststellen, dass an diesem Künstler niemand mehr vorbeikommt», sagte Schwenk. Die Doppelausstellung habe es Besuchern und Kunsthistorikern ermöglicht, dabei zu sein, «wie ein Gegenwartskünstler ein Teil der Kunstgeschichte wird.»
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