| Finanzielle Ungereimtheiten bei Stiftung Moritzburg |
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| Samstag, 14. August 2010 um 11:25 Uhr | ||
Halle/Magdeburg (dpa/sa) - Wegen angeblich mangelhafter Haushaltsführung der Kunst-Stiftung Moritzburg in Halle sehen FDP- und Links-Fraktion im Landtag das Kultusministerium in der Pflicht. Das Ministerium stelle den Vorsitzenden des Stiftungsrates und sei für die Stiftungsaufsicht zuständig, erklärte der kulturpolitische Sprecher der Fraktion, Gerry Kley, am Freitag.
Kultus-Staatssekretär Winfried Willems (CDU) hatte der «Magdeburger Volksstimme» gesagt, die Stiftung sei derzeit nicht geschäftsfähig. Akten seien undurchsichtig geführt, Haushalts- und Wirtschaftsführung rechtswidrig. Daher habe die Stiftung Dome und Schlösser die Administration übernommen.
Der Landesrechnungshof prüft den Fall laut Zeitung. Die Stiftung war 2003 eingerichtet worden. Zwischen 2005 und 2008 erhielt sie laut dem Bericht 13,2 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt. Sie erhält und betreibt das Landeskunstmuseum Moritzburg in Halle.
Für Kley stellt sich die Frage, warum das Kultusministerium so lange nicht tätig geworden ist. «Entweder wurde die Aufsicht vernachlässigt oder das Verhalten wurde gebilligt.» Die Links- Fraktion bezeichnete es als Skandal, dass das Ministerium offenbar seit mehreren Jahren über die rechtswidrigen Zustände bei der Stiftung informiert gewesen sei, aber den Landtag nicht unterrichtet habe.
http://www.stiftung-moritzburg.de/
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