| Erste Zeichnung der Schulstadt in Halle entdeckt |
|
|
|
| Samstag, 14. August 2010 um 11:25 Uhr | ||
Halle (dpa) - Im Archiv der Franckeschen Stiftungen in Halle haben Wissenschaftler die früheste Handzeichnung des Gründers der Schulstadt, August Hermann Francke, entdeckt. Sie soll beweisen, dass Francke (1663-1727) das Ensemble genau geplant hatte. Die historischen Gebäude der rund 300 Jahre alten Franckeschen Stiftungen stehen auf der deutschen Vorschlagsliste für das Unesco-Welterbe.
Das Doppelblatt aus dem Jahr 1713 wurde restauriert und am Freitag präsentiert. Es zeigt die Vision einer Anlage, wie sie bis heute das Bild des Areals mit seinen Fachwerkbauten und dem historischen Waisenhaus prägt. Das Dokument widerlege die bisherige Annahme, dass die Gesamtanlage damals mangels eines Architekten ohne Plan entstanden sei, sagte die Sprecherin der Franckeschen Stiftungen, Friederike Lippold, der Nachrichtenagentur dpa.
«Die Handzeichnung von Francke beweist, dass die Gebäude gezielt nach und nach gebaut wurden und nicht willkürlich entstanden sind.» Das 72 mal 55,5 Zentimeter große Doppelblatt wurde bei den Vorbereitungen zu einer Ausstellung entdeckt.
Seit 1990 wurden nach Angaben der Stiftungen rund 100 Millionen Euro in den Wiederaufbau des Ensembles investiert, das zu DDR-Zeiten dem Verfall preisgegeben war. Die Stiftungen wurden von dem Theologen und Pädagogen Francke 1698 zunächst als Armenschule und Waisenhaus gegründet. Später wurden sie wegen ihrer modernen Lehrmethoden zu einer Schulstadt europäischen Ranges.
|
























































