| Beeindruckende Skulpturengruppe restauriert |
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| Donnerstag, 19. August 2010 um 06:52 Uhr | ||
Veitshöchheim (dpa/lby) - Die bedeutendste Skulpturengruppe im Hofgarten Veitshöchheim ist nach aufwendiger Restaurierung wieder zu sehen. Der Musenberg von Ferdinand Tietz (1708-1777), dem bekanntesten Bildhauer des fränkischen Rokoko, war 16 Monate hinter einem Gerüst verborgen. Wegen des extrem kalten Winters und des feuchten Frühjahrs habe die gut 155 000 Euro teure Sanierung des sogenannten Parnass etwas länger als geplant gedauert, sagte der Leiter der Würzburger Residenzverwaltung, Gerhard Weiler, am Mittwoch.
Der Parnass inmitten des großen Sees im Rokokogarten nahe Würzburg ist aus Sandstein. Tietz schuf die Gruppe 1766. Der Berg Parnass ist in der griechischen Mythologie dem Gott Apollon geweiht und zugleich Sitz der Musen. Das sind die Göttinnen der Künste. Auf dem Berg ist das geflügelte Pferd Pegasus zu sehen, das einer Sage nach mit seinen Hufen den Musenquell aus dem Fels schlug, der die Dichter inspirierte.
«Der Naturstein war sehr verwittert», erläuterte Marion Eyßelein vom Staatlichen Bauamt Würzburg. Die als Wasserspiel angelegte Skulptur werde tagtäglich immer wieder nass und trocken - «das hat den Naturstein sehr in Mitleidenschaft gezogen». Gerade der Sockelbereich sei sanierungsbedürftig gewesen. Die einzelnen Figuren bis auf Pegasus sind nicht im Original zu sehen. Es sind Abgüsse. Die Originale stehen in der Orangerie im nahen Würzburg.
In der etwa 12 Hektar großen Gartenanlage stehen mehr als 300 Skulpturen, die meisten von Tietz. Inmitten des französischen Gartens liegt zudem das kleine Sommerschloss der Würzburger Fürstbischöfe, das von 1680 bis 1682 errichtet wurde.
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