| Kulturhistorisches Museum Magdeburg wächst Gespräch: Dörthe Hein, dpa |
|
|
|
| Freitag, 20. August 2010 um 06:44 Uhr | ||
Die Sonderausstellung zu Otto dem Großen und zur Gotik in Magdeburgs Kulturhistorischem Museum haben zehntausende Besucher in kurzer Zeit angezogen. Ein neuer Verbindungsflügel verbessert die Bedingungen in dem Bau erheblich - vor und hinter den Kulissen.
Magdeburg (dpa/sa) - Das Kulturhistorische Museum in Magdeburg erhält derzeit einen Anbau für vier Millionen Euro. Aus Sicht von Museumsdirektor Matthias Puhle ist das die Chance, eines der besten Museen Deutschlands zu werden. «Damit stoßen wir das Tor für den Satz auf: "Wir steigen in die erste Liga der Museen auf."», sagte Puhle in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Der Neubau, der 2011 fertig sein soll, ermögliche erstmals Rundgänge für Besucher und schaffe neue Ausstellungsmöglichkeiten. Dauer- und Sonderausstellungen könnten künftig parallel gezeigt werden. Zudem gibt es bessere Arbeitsbedingungen hinter den Kulissen.
2012 soll in den neuen Räumen die große Sonderausstellung «Otto Imperator» zu sehen sein, dann jährt sich zum 1100. Mal der Geburtstag Kaiser Ottos des Großen. Mit solchen großen Ausstellungen hat sich das Museum unter Puhles Leitung einen Namen gemacht. «Ich halte es nicht für unrealistisch, bei einem gut funktionierenden Sonderausstellungsbetrieb auf 100 000 Besucher im Jahr zu kommen. Das ist mein langfristiges Ziel.» In normalen Jahren erwarte er 60 000 bis 70 000 Besucher.
Der sogenannte Südverbinder soll den Ost- mit dem Westflügel verbinden und somit Rundgänge ermöglichen. Zum zweiten vergrößert er die Ausstellungsfläche um 400 auf 4000 Quadratmeter. «Das ist genau das fehlende Teil, das es möglich macht, große Sonderausstellungen zu zeigen und trotzdem unsere Dauerausstellung stehen zu lassen.» Die ständigen Ausstellungen hätten bisher größtenteils abgebaut werden müssen, während die zeitlich begrenzten Mittelalter-Ausstellungen gezeigt wurden. «Das macht ein Museum auf die Dauer kaputt. Sie kommen überhaupt nicht mehr zur Ruhe», sagte Puhle.
Mit dem schlichten, quaderförmigen, anthrazitfarbenen Neubau mit gelb abgesetzten Fenstern erhalte das Museum einen ganz neuen Charakter. «Das sind sehr sachliche, moderne Räume, in denen man auf andere Ausstellungsideen kommt als im Altbau», sagte der Museumsleiter. Es biete mehr Raum für Experimentierfreude als der schlossartige Altbau aus dem Jahr 1906.
«Die Gesamtfläche des Museums vergrößert sich von 6500 auf 8200 Quadratmeter», sagte Puhle. Neben den zusätzlichen 400 Quadratmetern Ausstellungsfläche entstehen neue Technikräume, Büros und eine Bibliothek. Das Geld dafür stammt aus dem Konjunkturpaket II. Der Museumsbetrieb sei während der Bauarbeiten nicht beeinträchtigt.
«Wir sind jetzt dabei, auf der Basis des Neubaus und des sanierten Altbaus eine ganz neue Dauerausstellung für die Stadtgeschichte, die Archäologie und unsere Kunstsammlungen sowie das Museum für Naturkunde aufzubauen», sagte Puhle. Bis Mai 2011 soll ein Teil fertig sein, weil dann die Jahrestagung des Deutschen Museumsbundes in Magdeburg zu Gast ist.
http://www.magdeburgermuseen.de
Tags: f
|
























































