| Hamburger CDU nominiert Ahlhaus einstimmig Von Sönke Möhl, dpa |
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| Sonntag, 22. August 2010 um 08:34 Uhr | ||
Minutenlanger Beifall für den scheidenden Hamburger Bürgermeister Ole von Beust, einstimmige Nominierung des designierten Nachfolgers Christoph Ahlhaus: Die Hamburger CDU macht sich Mut für die Fortsetzung der ersten schwarz-grünen Landesregierung.
Hamburg (dpa) - Die Hamburger CDU geht mit einem geschlossenen Votum für Christoph Ahlhaus in die Bürgermeisterwahl am Mittwoch. Einstimmig nominierte der Landesparteitag am Samstag den 40 Jahre alten Innensenator als Kandidaten für die Nachfolge des zurückgetretenen Ole von Beust. Ahlhaus stimmte seine Partei auf eine schwierige Zeit ein, zeigte sich aber optimistisch, weiter vertrauensvoll mit dem grünen Koalitionspartner GAL zusammenarbeiten zu können und die Bürgerschaftswahl 2012 zu gewinnen.
«Ich bitte Sie um die Solidarität, dass wir die Aufgaben, die hart werden, anpacken», rief er den CDU-Delegierten zu. Ahlhaus dankte Beust: «Die politische Entwicklung der letzten Jahre trägt ganz klar Deine Handschrift. Dafür sind Dir die Hamburger dankbar.»
CDU-Landeschef Frank Schira, der auch die Bürgerschaftsfraktion führt, rief seine Partei zum Blick nach vorne auf. «Die politische Ära Ole von Beust ist vorbei.» Beusts Verdienst sei es, die SPD in der Hansestadt nach 44 Jahren an der Regierung abgelöst zu haben. Ahlhaus werde die nicht einfachen Aufgaben meistern. «Keiner sehnt sich die SPD zurück», sagte Schira. «Christoph Ahlhaus wird ein guter Bürgermeister.» Als wichtigste Aufgabe der nächsten Zeit nannte Schira die Sanierung des Haushalts.
Beust erhielt nach seiner Abschiedsrede minutenlangen Beifall der Delegierten. Der 55-Jährige dankte seiner Partei - der Abschied berühre ihn emotional sehr stark. «Es waren Jahre, die mich bereichert haben.» Beust sprach seiner Partei und seinem Nachfolger Mut zu. «Wir werden 2012 gewinnen, ich habe daran überhaupt keinen Zweifel.» Wenn es gewünscht sei, werde er im Wahlkampf dabei sein.
Beust war 2001 Bürgermeister einer Koalition mit der rechtspopulistischen Schill-Partei und der FDP geworden. Von 2004 bis 2008 regierte die CDU mit absoluter Mehrheit. Nach der bislang letzten Wahl schmiedete Beust das erste schwarz-grüne Regierungsbündnis auf Länderebene.
Am Freitag hatte der designierte CDU-Bürgermeister Ahlhaus seine Senatsmannschaft vorgestellt. Für die zurückgetretene Kultursenatorin Karin von Welck (parteilos) soll der ehemalige Kulturstaatsrat Reinhard Stuth (CDU) kommen. Das bisher von Ahlhaus geleitete Innenressort soll der Präsident des Hamburger Amtes für Verfassungsschutz, Heino Vahldieck (CDU), übernehmen. Als Wirtschaftssenator ist der 71 Jahre alte, parteilose Unternehmer Ian Karan vorgesehen. Die anderen Senatoren bleiben im Amt.
Am Sonntag trifft sich der grüne Koalitionspartner (GAL) zu einer Mitgliederversammlung, um ein Votum über den Fortbestand des Bündnisses abzugeben. Die Bürgerschaft wird dann am Mittwoch bei ihrer ersten Sitzung nach der Sommerpause über Ahlhaus und die Senatoren abstimmen.
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