| Badisches Landesmuseum erhält private Antikensammlung |
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| Dienstag, 24. August 2010 um 06:33 Uhr | ||
Karlsruhe (dpa/lsw) Das Badische Landesmuseum Karlsruhe hat eine bedeutende Sammlung von Altertümern aus Syrien erhalten. Sie stammt von einem Karlsruher Arzt und umfasst rund 150 Münzen, sieben Rollsiegel, 41 Kleinobjekte sowie einen Frauenkopf aus Basalt, teilte das Museum am Montag mit. Die Witwe des Sammlers schenkte die Gegenstände dem Landesmuseum. «Da es ein Ausfuhrverbot für antike Objekte gibt, sind wir für eine solche Schenkung sehr dankbar», sagte Museumssprecherin Christiane Dätsch. Die Sammlung sei ein weiterer wichtiger Baustein für die Sammlung des Landesmuseums, das nach eigenen Angaben eine der bedeutendsten Antikensammlungen Baden- Württembergs besitzt.
Die Stücke stammen aus den unterschiedlichsten Kulturepochen, reichen von der mittleren Bronzezeit über die ägyptische Okkupationszeit, der griechisch-hellenistischen Glanzzeit Alexanders des Großen (356 bis 323 vor Christus), der Zeit Syriens als römische Provinz in den ersten Jahrhunderten n. Chr. sowie der christlichen und arabischen Zeit des Mittelalters bis hin zur Neuzeit.
In den Jahren 1960 und 1961 arbeitete der Arzt 18 Monate lang in Syrien und trug dabei seine Sammlung von Altertümern zusammen. «Trotz einer fehlenden archäologischen Ausbildung erwarb der Arzt mit sicherem Gespür antike Originale, darunter auch einige seltene Besonderheiten wie einen vollständig erhaltenen Griffelhalter aus Elfenbein», hieß es vom Museum. Gekauft hatte er die Objekte vorwiegend von Händlern in Syriens Hauptstadt Damaskus und der Stadt Kamischli im Nordosten des Landes, nahe der türkischen Grenze.
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