| Direktorin von Moritzburg will Probleme lösen |
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| Mittwoch, 25. August 2010 um 06:42 Uhr | ||
Halle/Magdeburg (dpa/sa) - Die Direktorin des in die Kritik geratenen Landeskunstmuseums Stiftung Moritzburg, Katja Schneider, will die Probleme des Hauses schnell lösen. «Ich hoffe, dass bis Jahresende alles geklärt ist», sagte sie am Dienstag der dpa und bestätigte damit einen Bericht der «Mitteldeutschen Zeitung» vom gleichen Tag. Kultus-Staatssekretär Winfried Willems (CDU) hatte gesagt, die Stiftung sei derzeit nicht geschäftsfähig. «Wir haben für dieses Jahr einen Haushaltsplan, der vom Stiftungsrat genehmigt wurde», sagte Schneider dazu. Die Stiftung schreibe keine roten Zahlen und es sei kein Geld verschwendet worden.
Allerdings habe der Verwaltungsleiter der Moritzburg Fehler bei der Haushaltsführung gemacht und sei deshalb vor einiger Zeit entlassen worden. «Die Verantwortung lag bei diesem Mann», sagte die Direktorin, die trotz der Vorwürfe im Amt bleiben will. Der CDU- Landtagsabgeordnete Marco Tullner hatte gefordert, sie als Stiftungsdirektorin zu entlassen. Es gehe ihm darum, dass sie die Verantwortung für das Fehl-Management übernehme, sagte er der MZ.
Laut Willems sind Akten undurchsichtig geführt worden und die Haushalts- und Wirtschaftsführung rechtswidrig. Daher habe die Stiftung Dome und Schlösser die Administration übernommen. Es werde derzeit ein Vorschlag erarbeitet, wie die Verwaltungsaufgaben ab 2011 gemanagt werden könnten, sagte Schneider.
Der Landesrechnungshof prüft den Fall. Zu Details über die «formalen und strukturellen Fehler» in der Haushaltsführung äußert die Direktorin sich erst, wenn der Bericht des Landesrechnungshofes vorliegt. Die Stiftung Moritzburg erhält und betreibt das Landeskunstmuseum in Halle, das seit Monaten auch mit Brandschutzmängeln im 2008 eröffneten modernen Anbau kämpft. In der Kritik standen auch Kosten für eine höhere Brandmauer. Die nötigen Ausgaben dafür seien unterdessen deutlich niedriger, weil für die Bauarbeiten das gewölbte Aluminiumdach doch nicht geöffnet werden muss, sagte Schneider.
http://www.stiftung-moritzburg.de/
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