| 100 000 Besucher in Jubiläumsschau der Kunstsammlungen |
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| Freitag, 27. August 2010 um 06:36 Uhr | ||
Dresden (dpa/sn) - Die Ausstellung «Zukunft seit 1560» zur Geschichte der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden hat bisher 100 000 Besucher aus dem In- und Ausland angelockt. Ein 24-jähriger Student aus Dresden wurde am Donnerstag als Jubiläumsgast empfangen, teilte der Museumsverbund mit. Die Sonderschau zum 450-jährigen Bestehen der Sammlungen war am 18. April eröffnet worden. Sie spiegelt noch bis zum 7. November die Entwicklung von der kurfürstlichen Kunstkammer zum modernen Museumsverbund wider, dessen Bestand bis in die Millionen reicht. Zu sehen sind rund 350 Exponate, darunter Leihgaben aus aller Welt.
In den einstigen Paraderäumen des Schlosses stehen handwerkliche und naturwissenschaftliche Objekte neben Kuriositäten und Werken bildender Kunst. Die Palette reicht von einer Silberdrahtziehbank aus dem 16. Jahrhundert bis zu einem Werk des US-amerikanischen Künstlers Jeff Wall von 1986. Die Exponate zeugen von Machtentfaltung und Besitzstreben, Wissensdrang und vernetztem Denken, dem negativen Einfluss von Kriegen und dem belastenden Erbe der Nazizeit.
Die Dresdner Kunstsammlungen zählen zu den bedeutendsten Museen der Welt und den ältesten Europas. Mit zwölf Museen bieten sie eine einzigartige Vielfalt. Sie gingen aus der 1560 gegründeten kurfürstlichen Kunstkammer hervor. Im Gegensatz zu annähernd zeitgleich entstandenen Sammlungen war diese von jeher Besuchern zugänglich, wenn auch anfangs nur mit Genehmigung des Kurfürsten. Inzwischen besichtigen rund zwei Millionen Menschen pro Jahr die Schätze.
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