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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Kunsthalle Fridericianum zeigt Bonvicini und Faldbakken PDF Drucken E-Mail
Samstag, 28. August 2010 um 08:10 Uhr

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Kassel (dpa/lhe) - Mit Werken von Monica Bonvicini und Matias Faldbakken ist die Kasseler Kunsthalle Fridericianum in den Ausstellungsherbst gestartet. Die Italienerin Bonvicini beschäftigt sich vor allem mit geschlechtsspezifischen Themen. Zu sehen sind unter anderem rund 400 Fragebögen, die Bauarbeiter auf der ganzen Welt ausgefüllt haben. Die Männer beantworten je 13 Fragen - etwa wie sie mit schwulen Kollegen umgehen oder wie ihre Frau die rauen Bauarbeiterhände findet. «Durch eine Installation schaffen wir eine Bauarbeiteratmosphäre», sagte der künstlerische Leiter des Fridericianums, Rein Wolfs. Die Schau ist bis zum 14. November zu sehen.

 

Die Bonvicini-Ausstellung mit dem Titel «Both Ends» beginnt mit der Lichtinstallation «Built for crime» («Für das Verbrechen gebaut»). Der meterhohe Schriftzug aus Glühlampen hängt vor zum Teil zerstörtem Sicherheitsglas. Die Künstlerin wolle damit auch eine Verbindung schaffen zu der Kunsthalle, die bereits für Propagandazwecke im Nazi-Regime genutzt worden war. Zudem ist eine Videoarbeit mit Musik von Lou Reed und Neill Young zu sehen.

 

Der Norweger Faldbakken, der für seine Provokation bekannt ist, zeigt zunächst 25 gleich groß gerahmte und gleichmäßig gehängte - und damit klassisch anmutende - Werke. In den Rahmen zu sehen sind allerdings blaue Müllsäcke, die mit abstrakten Worten, Abkürzungen oder Bildern bemalt sind. «Wir sehen eine minimalistische Bildsprache», betonte Wolfs. In einem weiteren Raum werden die Kunstwerke mit Feuerlöscherschaum verschmiert und zerstört.

 

Weiter hat Faldbakken eine Wandtapete angebracht aus Kopien der Zeitschrift «The Economist» von vor rund einem Jahr, als die Wirtschaftskrise das beherrschende Thema war. In der Zeitschrift hat er jedes Gesicht mit einem «Hitlerbart» versehen. Wolfs betonte, Bonvicini und Faldbakken vereine die Arbeit mit der Zerstörung. Zudem hätten beide einen zynischen Blick auf die Gesellschaft.

 

 

www.fridericianum-kassel.de

 



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