| Architekten für Museen im Humboldt-Forum ausgewählt |
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| Samstag, 28. August 2010 um 08:10 Uhr | ||
Berlin (dpa/bb) - Der Architekt HG Merz und drei weitere Büros sind in die Endrunde für die Gestaltung der Museen im Berliner Humboldt-Forum gekommen. Dazu zählen nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa auch die Architektin Sabine Sauter und Partner (Stuttgart), das Berliner Büro Iglhaut + von Grote sowie Ralph Appelbaum Assoc. (New York/London). Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, will an diesem Samstag (16.30) die vier Entwürfe vorstellen. Daraus soll die endgültige Gestaltung des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst im wiederaufgebauten Berliner Schloss hervorgehen.
HG Merz hat unter anderem die Alte Nationalgalerie in Berlin umgebaut und arbeitet zur Zeit an der Sanierung der Staatsoper Unter den Linden. Das Stuttgarter Team um Sabine Sauter und Gisela Zimmermann ist auf Messeauftritte und Kongresse spezialisiert. Iglhaut + von Grote haben mehrere Ausstellungen, unter anderem im Märkischen Museum in Berlin gestaltet. Ralph Appelbaum Assoc. gilt als eines der weltweiten größten Büros für Museumsdesign. Entworfen haben es unter anderem das Museum für die Geschichte der US- Verfassung in Philadelphia und das American Folk Art Museum in New York.
Jedes der vier ausgewählten Büros erhält ein Preisgeld von 13 000 Euro. An dem Wettbewerb für die Gestaltung einer 17 500 Quadratmeter großen Fläche hatten sich 16 Architektur- und Designbüros beteiligt. Die Ausschreibung hatte bereits festgelegt, dass die Jury vier Entwürfe für die Endrunde aussuchen soll. Vor dem Votum für den Sieger wird der Bauherr nun mit den Kandidaten in Einzelgesprächen über Details der Ausführung beraten und sich dann entscheiden.
Der Schloss-Wiederaufbau nach den Plänen des italienischen Architekten Franco Stella liegt allerdings auf Eis. Das Bundeskabinett hatte im Zuge der Sparbeschlüsse den Start des auf 550 Millionen Euro veranschlagten Projekts von 2011 auf 2014 verschoben.
Die beiden Museen sollen im zweiten und dritten Obergeschoss angesiedelt werden. Auch die Humboldt Universität und die Berliner Landesbibliothek sind am Projekt beteiligt. Nach Bekanntgabe des Siegers werden die Entwürfe bis zum 19. September im Kronprinzenpalais Unter den Linden gezeigt.
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