| Dresdner Kupferstich-Kabinett zeigt Glöckner-Frühwerk |
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| Samstag, 28. August 2010 um 08:10 Uhr | ||
Dresden (dpa) - Das Dresdner Kupferstich-Kabinett gewährt mit einer Sonderausstellung einen Rückblick auf das Frühwerk von Hermann Glöckner (1889-1987). Unter dem Titel «Glöckner. Werke bis 1945» sind bis zum 7. November 112 Grafiken, Zeichnungen und Gemälde des Vertreters der Dresdner Moderne im Residenzschloss zu sehen. Der Direktor der Sammlung, Bernhard Maaz, sagte am Freitag, die Schau lenke den Fokus auf das Oeuvre der ersten 40 Schaffensjahre des konstruktivistischen und in der DDR erst spät beachteten Malers.
Die Palette der Exponate reicht von einer Kohlezeichnung mit dem Bildnis seines Bruders Bruno aus dem Jahre 1907 bis zu dem Bild «Dreimal gebrochener Keil auf Schwarz» vom März 1937. Dazwischen hängen gezeichnete Landschaften neben Porträtstudien, Bildern, Objekte und Farbfeldern. Die Arbeiten zeugen von der Faszination des Künstlers für geometrische Formen. So sind Dampferbilder, Wegweiser, Schornsteine oder Strommasten im Bild auf ihre linearen Strukturen reduziert.
Das Kupferstich-Kabinett besitzt mit mehr als 600 Arbeiten die größte museale Sammlung seiner Werke - auch dank Schenkungen zu Lebzeiten von Glöckner selbst sowie aus seinem Nachlass. 1945 hatten Bomben Glöckners Atelier und viele seiner Arbeiten zerstört.
Glöckners von fast minimalistischer-ästhetischer Haltung, Form- und Materialbewusstsein geprägte Kunst wurde in der DDR zunächst nicht beachtet. Erst zum 80. Geburtstag hatte er die erste persönliche Ausstellung in seiner Heimatstadt. Zeitgleich zur Schau erscheint ein Werkverzeichnis der Gemälde, Zeichnungen und farbigen Blätter bis 1945.
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