| Wetter trübt Museumsuferfest: Wer tanzt, friert nicht Von Thomas Maier und Christian Rupp, dpa |
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| Montag, 30. August 2010 um 06:39 Uhr | ||
Es zählt zu den größten Kulturfesten Deutschlands, lockt jedes Jahr im August rund drei Millionen Besucher an den Main: das Frankfurter Museumsuferfest. Dieses Mal kamen wegen des schlechten Wetters weniger - die Organisatoren waren dennoch zufrieden.
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Das kühle regnerische Wetter hat den Organisatoren des Frankfurter Museumsuferfestes einen Strich durch die Rechnung gemacht. Während am Sonntag etwa genauso viele Menschen wie im Vorjahr zu den Partybühnen und Ständen strömten, waren es am Samstag und vor allem am Freitagabend deutlich weniger. «Als Open- Air- Veranstaltung sind wir eben von der Witterung abhängig», sagte Kurt Stroscher von der städtischen Tourismus+Congress GmbH.
Dennoch zog er «wetterbereinigt» eine positive Bilanz. Für den Sonntag - zum Abschluss am Abend war ein großes Feuerwerk geplant - rechnete Stroscher mit «locker» über einer Million Besuchern am Main. Am Samstag zählte der städtische Organisator 900 000 Besucher - etwa 200 000 weniger als im Vorjahr. Am Freitag waren bei heftigen Regengüssen nur 200 000 gekommen - ein Drittel des Vorjahresbesuchs.
Rund 1000 Stände waren entlang der acht Kilometer langen Festmeile wieder aufgebaut, auf mehr als 20 Bühnen gab es Live-Musik aller Stilrichtungen, Kleinkunst, Varieté und Lesungen. Schwerpunkt im Programm war traditionsgemäß der Buchmessen-Gast des Jahres - dieses Mal Argentinien. Das Land zeigte sich unter anderem mit Tango- und Gaucho-Shows, mit Rotweinen und natürlich Rindfleisch.
Bei der von Gewitterregen durchnässten Eröffnung hatten sich am Freitagabend gerade aber einmal 300 Besucher an der Argentinien-Bühne versammelt. Der argentinische Generalkonsul Juan L. Garibaldi war da, ebenso wie Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU). Sie würdigte das Spektakel als «das facettenreichste Kulturfest Europas». Es mache das Motto des Frankfurter Museumsufers «Kultur für alle» seit 1988 jährlich erlebbar.
Trotz Regens ließen sich an der Argentinien-Bühne, wo Tango- Melodien Erotik und Sinnlichkeit verströmten, die Tänzer die Laune nicht vermiesen. Dort tanzten eng umschlungene Paare, die Köpfe dicht aneinander, und erinnerten sich selbst und die Umstehenden an den Flair der Bars in Buenos Aires. Wer tanzt, friert eben nicht. Und wer Tango tanzt, friert erst recht nicht.
Die Museen boten Sonderprogramme, um sich ins bestmögliche Licht zu rücken. Das Museum für Komische Kunst zeigte ein «Festival der Komik». Im Karmeliterkloster fand ein «Festival der Alten Musik» statt. Im Dom und der Katharinenkirche Orgelspiel. Die Deutsche Bank, die Commerzbank und die DZ-Bank öffneten ihre Kunstsammlungen für die Öffentlichkeit.
Stroscher meldete am Sonntag «keine besonderen Vorkommnisse». Mal vom Wetter abgesehen, sei alles gut gelaufen. Bei einigen Besuchern habe es Kreislaufschwächen gegeben - dabei könnte auch der Alkohol eine Rolle gespielt haben.
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