| Leipzigs Kulturbürgermeister muss Kompetenzen abgeben |
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| Dienstag, 09. November 2010 um 08:17 Uhr | ||
Leipzig (dpa/sn) - Die geplante Kürzung der Kulturraumförderung sorgt für heftigen Ärger in der Leipziger Stadtspitze. OB Burkhard Jung (SPD) entzog seinem Kulturbürgermeister Michael Faber (parteilos) am Montag die Zuständigkeit für mehrere städtische Eigenbetriebe, darunter das Gewandhaus und die Oper. Jung werde deren Führung bis auf weiteres selbst übernehmen, teilte die Stadt mit. Es sei Aufgabe der Stadt, das hohe Niveau der Leipziger Kultur zu erhalten und an kommende Generationen weiterzugeben. «Ich habe nicht mehr das Vertrauen in Herrn Faber, dass er diesen Ansprüchen gerecht wird», wurde Jung zitiert.
Fabers Krisenmanagement in Sachen Kulturraumgesetz sei nicht zufriedenstellend. Nötig sei ein verlässliches, kooperatives und strategisches Handeln, hieß es in der Mitteilung. Nähere Angaben zu den Hintergründen machte die Stadt nicht. Das Kulturraumgesetz stellt bislang sicher, dass regionale Kultureinrichtungen vom Land mitfinanziert werden. Jung hält die geplanten Kürzungen für rechtswidrig.
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