| Drei Millionen vom Kulturfonds - Karolinger im Fokus |
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| Mittwoch, 01. Dezember 2010 um 06:42 Uhr | ||
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Mit finanzieller Hilfe des regionalen Kulturfonds Frankfurt RheinMain soll das Historische Museum in Frankfurt die späte Karolinger-Zeit im Mittelalter aufarbeiten. Eine große Sonderausstellung soll dann zur Wiederöffnung des Museums- Neubaus im Jahr 2015 die Rolle der Region als Drehscheibe für Mitteleuropa und Keimzelle des Ostfränkischen Reiches beleuchten. Dies beschloss der Kulturausschuss des Fonds unter Vorsitz des Frankfurter Kulturdezernenten Felix Semmelroth (CDU). Wie der städtische Pressedienst am Dienstag weiter mitteilte, stellte der Fonds am Montag für regionale Kulturprojekte weitere 2,89 Millionen Euro zur Verfügung.
Gefördert wird auch die Freilicht-Skulpturenausstellung in Bad Homburg, die ab 2011 unter dem Titel «Blickachsen 8 Rhein-Main» auf mehrere Standorte der Region ausgeweitet werden soll. Bezuschusst wird auch der nach Georg Solti benannte Internationale Dirigentenwettbewerb, der an der Alten Oper in Frankfurt weiterentwickelt werden soll. Das Frankfurter Liebieghaus erhält für die wissenschaftliche Erforschung des Werkes von Niclaus Gerhaert von Leyden Unterstützung. Die Ergebnisse sollen in der Skulpturensammlung von Herbst 2011 an in einer Ausstellung über den spätgotischen Bildhauer präsentiert werden.
Dem Kulturfonds gehören neben dem Land Hessen die Städte Frankfurt und Darmstadt sowie der Hochtaunuskreis und der Main-Taunus-Kreis an. Jährlich zahlt jeder Gesellschafter pro Einwohner zwei Euro in den Fonds. Das Land Hessen verdoppelt diesen Betrag und unterstützt während der dreijährigen Aufbauphase den Fonds mit zusätzlich einer Million Euro. Der Fonds mit einem Jahresetat von rund sechs Millionen Euro hatte im Februar 2009 seine ersten Projekte beschlossen.
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