| Pleitgen will neues Großprojekt für Ruhrgebiet Gespräch: Rolf Schraa, dpa |
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| Mittwoch, 01. Dezember 2010 um 06:42 Uhr | ||
Essen (dpa) - Der Chef der Kulturhauptstadt im Ruhrgebiet, Fritz Pleitgen, will nach Abschluss des Ruhr.2010-Programms ein neues, auf zehn Jahre angelegtes Großprojekt für die Region. Nach der Kunst könne dabei der Klimaschutz im Mittelpunkt stehen, sagte Pleitgen der Deutschen Presse-Agentur dpa. Das neue «Dekadenprojekt» solle wie die Kulturhauptstadt nach einer längeren Vorbereitungsphase in einem Jahr mit zahlreichen Veranstaltungen kulminieren. In den Ruhr- Kommunen wachse die Bereitschaft, ein neues gemeinsames Projekt finanziell mitzutragen, sagte Pleitgen.
Das Kulturhauptstadtjahr 2010 geht Mitte Dezember mit parallelen Abschlussfeiern in Essen, Dortmund, Gelsenkirchen und Duisburg zu Ende. Es war vom Bund, Land und Europa und daneben vom Regionalverband der Ruhrgebiets-Kommunen mit einer Umlage von 2,4 Millionen Euro unterstützt worden. «Alle sind sich einig, dass es jetzt keinen Abbruch geben darf», betonte Pleitgen.
Das Thema Klima liegt nahe, weil Industrie und Land NRW in Bottrop vom nächsten Jahr an unter dem Schlagwort «Innovation City» ein milliardenschweres Modellprojekt zum Klimaschutz planen. Das Projekt ist von europaweiter Bedeutung. An diese «Innovation City» könne eine Fortsetzung der Kulturhauptstadt unter neuen Vorzeichen anknüpfen. Dabei könne man erfolgreich erprobte Veranstaltungsformate weiterverwenden, sagte Pleitgen.
Dazu zählten etwa die Sperrung der Ruhr-Autobahn A 40 für Kultur und Information, ein gemeinsamer Gesangstag oder die «Local Hero»- Idee, jeder Ruhrkommune eine Woche lang eine große Bühne für ihre Veranstaltungen zu bieten. Entscheidend sei vor allem, die Bereitschaft der Region zur Zusammenarbeit über Stadtgrenzen hinaus und die 2010 entstandenen Netzwerke für die Zukunft weiter zu nutzen.
Das Kulturhauptstadtprogramm 2010 nannte Pleitgen einen «überraschend großen Erfolg». «Das Ruhrgebiet hat sich Respekt verschafft.» Nach vorläufigen Schätzungen hätten mehr als zehn Millionen Menschen an den Veranstaltungen teilgenommen - mehr als je zuvor bei einer Kulturhauptstadt. In der Schätzung seien aus Pietät die Teilnehmer der Loveparade nicht enthalten, betonte der Ruhr.2010- Chef. Bei der Loveparade in Duisburg waren Ende Juli nach Überfüllung auf einem Zugangsweg 21 Menschen erdrückt oder totgetreten worden.
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