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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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300 Jahre alte Deckenmalereien in Kirche freigelegt PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 02. Dezember 2010 um 06:47 Uhr

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Kirchwalsede (dpa/lni) - 300 Jahre alte Deckenmalereien hat eine Expertin in akribischer Kleinstarbeit unter dem rissigen Putz der St-Bartholomäus-Kirche in Kirchwalsede (Landkreis Rotenburg) zum Vorschein gebracht. Seit wenigen Tagen können Interessierte die sorgfältig freigelegten Verzierungen aus dem Jahr 1708 bestaunen.

 

«Das war ein Lotteriespiel. Wir wussten zwar, dass es Malereien gibt, kannten aber nicht den genauen Umfang», sagte Pastor Ekhard Brandes am Mittwoch. Er sei aber hochzufrieden. In fast viermonatiger Arbeit legte die Restauratorin ein Wandbild von Jesus und zahlreiche goldene Verzierungen im Altarraum frei - insgesamt fast 20 Quadratmeter. Die Kosten von rund 80 000 Euro wurden zu fast einem Drittel mit EU-Geldern finanziert, der Rest kam von der Gemeinde, der Landeskirche und aus Spenden.

 

Unter den fast 300 Jahre alten Verzierungen liegen zudem noch weitere Malereien aus dem Mittelalter. Diese freizulegen, hätte am Ende jedoch beide Schichten zerstören können. «Wir mussten uns für eine Schicht entscheiden. Und wählten die besser erhaltene aus dem Jahr 1708», sagte Brandes. Die Kirche selbst ist etwa 860 Jahre alt, 1150 wurde der Grundstein für das Gotteshaus gelegt.

 

Die Restaurierung des Kirchengewölbes war schon seit längerer Zeit geplant, da sich tiefe Risse durch den weißgrauen Kalkputz an der Decke zogen. Der Pfarramtssekretärin ist es zu verdanken, dass die historischen Malereien dabei nicht verloren gingen. «Ich wusste, dass es da mal andere Malereien gegeben hat und habe deshalb angeregt, erstmal nach diesen zu suchen», erinnert sich Ursula Hoppe.

 

Am 1. Advent feierte Pastor Ekhard Brandes einen Festgottesdienst und im Januar und Februar wird der zweite Bauabschnitt in Angriff genommen: dann soll der Altar des Hauses restauriert und der neuen farblichen Umgebung angepasst werden.

 



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