| Geldmangel: Chillida-Museum muss schließen |
|
|
|
| Donnerstag, 02. Dezember 2010 um 06:47 Uhr | ||
San Sebastián (dpa) - Das Museum mit Werken des spanischen Bildhauers Eduardo Chillida, eines der wichtigsten Kunstzentren im spanischen Baskenland, muss aus Geldmangel schließen. Dies gab die Familie des vor acht Jahren gestorbenen Künstlers am Mittwoch in der nordspanischen Kleinstadt Hernani bei San Sebastián bekannt.
Das Chillida-Museum war vor zehn Jahren vom spanischen König Juan Carlos eröffnet worden. An der Feier hatte auch der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) teilgenommen. Seitdem hat das Museum mehr als 800 000 Besucher angelockt. Chillida (1924-2002) gehört zu den weltweit bedeutendsten Bildhauern des 20. Jahrhunderts. Er schuf auch die Metall-Skulptur «Berlin», die vor dem Bundeskanzleramt steht.
Das Museum soll vom 1. Januar 2011 an für unbestimmte Zeit geschlossen bleiben. Die Betreiber begründeten die Entscheidung damit, dass das Kunstzentrum in den vergangenen Jahren finanzielle Verluste gemacht und die Lage sich durch die Wirtschaftskrise drastisch verschärft habe. Sie äußerten die Hoffnung, in Zukunft eine Lösung für die Finanzprobleme zu finden.
Das Museum befindet sich auf dem Gelände eines 400 Jahre alten Bauernhofs in Hernani. Der für seine großen und raumgreifenden Skulpturen bekannte Chillida hatte es in 17-jähriger Arbeit selbst hergerichtet. Er hatte die Felder eines Bauernhofs in einen Park mit Wiesen und Baumgruppen verwandelt. Auf dem zwölf Hektar großen Gelände sind etwa 40 monumentale Plastiken aus Stahl, Eisen und Granit unter freiem Himmel aufgestellt. Im Innern des ehemaligen Bauernhauses schuf er ein modernes Ausstellungszentrum für kleinere Skulpturen und Zeichnungen.
|
























































