| Landeskunststiftung erneut in der Kritik |
|
|
|
| Freitag, 03. Dezember 2010 um 06:44 Uhr | ||
Halle/Magdeburg (dpa/sa) - Die Kunststiftung des Landes Sachsen- Anhalt ist erneut in die Kritik geraten. Die Opposition im Landtag forderte am Donnerstag von der Regierung Aufklärung im Zusammenhang mit der Besetzung der Stelle der Direktorin.
Manon Bursian war vom Stiftungsrat mit Wirkung vom 1. August dieses Jahres einstimmig für eine Amtszeit von weiteren fünf Jahren wiederberufen worden. Nach Recherchen der in Halle erscheinenden «Mitteldeutschen Zeitung» bestehen Zweifel an der fachlichen Eignung Bursians für den Direktorenposten. Zudem soll sie mehr Geld bekommen als ihr tariflich zusteht. Bursian war am Donnerstag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.
Die FDP forderte, bei der Besetzung von Führungskräften konsequent auf die Einhaltung der formalen Qualifikationsanforderungen zu achten. «Im Fall der Direktorin war das nicht der Fall», erklärte die finanzpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Lydia Hüskens. Die Linksfraktion kritisierte, dass beim Direktorengehalt der Stiftung Geld verschwendet werde, während Theater und Orchester im Land unter Sparzwängen litten. FDP und Linke betonten, dass die Stelle mit öffentlichen Mittel finanziert werde.
Bursian war vor ihrer Arbeit in der Landeskunststiftung persönliche Referentin des damaligen Kultusministers Jan-Hendrik Olbertz (parteilos). Er ist heute Präsident der Humboldt-Universität in Berlin. Die Landeskunststiftung mit Sitz in Halle wurde 2005 mit dem Ziel gegründet, zeitgenössische Kunst zu fördern. Sie war wegen ihres geplanten Umzugs in größere Räumlichkeiten bereits in die öffentliche Kritik geraten.
www.kunststiftung-sachsen-anhalt.de
|
























































