| Worpswede: Aus Ortskern wird eine Kunst-Flaniermeile |
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| Montag, 06. Dezember 2010 um 07:01 Uhr | ||
Durch die aufwendige Umgestaltung seines Ortskerns wird Worpswede demnächst als lebendige Künstlergemeinde seinen Besuchern einen neuen Anreiz bieten.
Worpswede (dpa/lni) - Mit einer Investitionssumme von mehr als fünf Millionen Euro plant das Künstlerdorf Worpswede eine Umgestaltung des Ortskerns. Ziel ist es, mit verkehrslenkenden Maßnahmen den innerörtlichen Pkw-Verkehr deutlich zu reduzieren, den Besuchern die Möglichkeit zum gemütlichen Flanieren zu geben und den dörflichen Charakter der Künstlerkolonie zu erhalten.
«Die Sanierung des Ortskerns umfasst zunächst die Aufhebung der Trennung zwischen Pkw- und Fußgängerverkehr in der Bergstraße, die für die meisten Besucher der Zugang zum Ortskern ist», erklärte Bürgermeister Stefan Schwenke in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. «Indem sich die Fußgänger - ähnlich wie in einer Fußgängerzone - auf einer Ebene mit den Autos bewegen, werden der Verkehr verlangsamt und die Fahrer automatisch zu mehr Rücksichtnahme gezwungen.» Mit diesem Verkehrsprogramm lehnt sich die Gemeinde Worpswede an ein Modell an, das, so Schwenke, bereits seit längerem in den Niederlanden für einen deutlich beruhigten Verkehr in den Innenstädten sorgt.
Besonderen Wert legen die Planer bei den Sanierungsarbeiten auf den speziellen Charakter Worpswedes als ein lebendiges Künstlerdorf mit einer reichen Szene an Kunstschaffenden. «Im sogenannten Goldenen Dreieck im Ortskern befinden sich zahlreiche kleine Stichwege, die auf lange Sicht beispielsweise mit Nischen für Skulpturen als Kunstpfade aufgewertet werden sollen», erklärte Bürgermeister Schwenke. Er unterstrich seinen Anspruch, in seiner Gemeinde mehr Platz für Kunst im öffentlichen Raum zu schaffen. Kunst im öffentlichen Raum findet sich zudem im Kunstpark mit seinen beeindruckenden Skulpturen und auch auf dem umgestalteten Dorfplatz, der mit Springbrunnen und Bänken zu einer Ruhe- und Erholungszone werden soll.
Spätestens im Frühjahr des kommenden Jahres soll mit den zu einem großen Teil aus Mitteln der Städtebauförderung des Landes Niedersachsen finanzierten Arbeiten begonnen werden. Bürgermeister Schwenke hofft, dass Ende 2012 die Arbeiten abgeschlossen sind und Worpswede als ein lebendiges Künstlerdorf mit seinen Ateliers und Galerien für seine Besucher einen neuen Anreiz bietet.
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