| Landeskulturpreis an Hasso Hartmann verliehen |
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| Dienstag, 07. Dezember 2010 um 06:41 Uhr | ||
Schwerin (dpa/mv) - Der Landeskulturpreis 2010 ist am Montag dem langjährigen Chef des Filmkunstfestes Mecklenburg-Vorpommern, Hasso Hartmann, verliehen worden. Hartmann habe das Festival in seinen 15 Jahren als künstlerischer Leiter maßgeblich geprägt und gezeigt, dass beides gleichzeitig gehe: anspruchsvoll und erfolgreich zu sein, sagte Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) bei der Preisverleihung im Schweriner Schloss. «Dass sich in Schwerin, in Mecklenburg- Vorpommern das größte Spielfilm- und Publikumsfestival in Ostdeutschland entwickelt hat, ist zu einem großen Teil sein Verdienst.»
Hartmann habe dem Festival ein besonderes Profil verliehen: mutige, kantige, engagierte Filme zu zeigen, die bewegen, faszinieren, manchmal auch schockieren, aber auf keinen Fall kalt lassen. «Er hat das Filmkunstfest in der Filmszene etabliert und damit viel für das Land Mecklenburg-Vorpommern getan», sagte Sellering. Der Preis ist mit 10 000 Euro dotiert.
Der mit 5000 Euro dotierte Förderpreis ging an das Literaturhaus Uwe Johnson in Klütz (Nordwestmecklenburg). Das Literaturhaus sei ein Ankerplatz für alle, die mit Johnson einen der bedeutendsten deutschen und immer auch mecklenburgischen Schriftsteller der Nachkriegszeit entdecken, wiederentdecken oder besser kennenlernen wollen, sagte Sellering.
In der weltweit ersten Dauerausstellung über Johnson würden die besonderen Verbindungen des Dichters zu Mecklenburg sehr anschaulich, sichtbar und hörbar präsentiert. Das Haus in einem historischen Speicher der Kleinstadt habe sich zudem erfolgreich als kulturelles Zentrum der Region entwickelt. «Ich finde es enorm wichtig, dass es möglichst viele Gelegenheiten gibt, Kunst und Literatur zu erleben. Und zwar nicht nur in der Stadt, sondern gerade in den ländlichen Regionen», sagte Sellering.
Der Kulturpreis des Landes wird seit 1994 vergeben. Zu den bisherigen Preisträgern gehören der 2007 gestorbene Schriftsteller Walter Kempowski («Echolot»), der aus Rostock stammt, und der Vorsitzende der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Gottfried Kiesow. Der inzwischen 78-jährige Denkmalschützer hat sich in Mecklenburg- Vorpommern um die Erhaltung und Vermarktung der Backsteingotik verdient gemacht.
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