| Kassel soll zwei Museums-Neubauten bekommen |
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| Dienstag, 07. Dezember 2010 um 06:41 Uhr | ||
Kassel/Wiesbaden (dpa/lhe) - Erstmals seit Jahrzehnten soll Kassel zwei Museums-Neubauten erhalten. Auf dem Weinberg nahe der Innenstadt sollen das städtische Brüder Grimm-Museum und das Tapetenmuseum des Landes eine neue Heimat finden. Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) und Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) sprachen am Montag in einer Mitteilung von einer «historischen Situation». In den vergangenen hundert Jahren habe es in der nordhessischen Stadt keinen Museums-Neubau mehr gegeben. Die Eröffnung des Brüder Grimm-Museums ist für 2014 geplant, die Kosten sind auf 18,2 Millionen Euro veranschlagt. Das Tapetenmuseum soll 2015 fertig sein und 11,5 Millionen Euro kosten.
Nach Angaben des Kunstministeriums wurde nach den Standorten intensiv gesucht. Stadt und Land hatten dafür ein Architekturbüro beauftragt. Die Gebäude sollen nun auf dem Weinberg in einer historischen Gartenanlage errichten werden, wo bis zum Zweiten Weltkrieg Villen der Unternehmer-Familie Henschel standen.
Das Brüder Grimm-Museum war bislang im Kasseler Palais Bellevue untergebracht, das zurzeit saniert wird. Das Land bezuschusst den Neubau mit sechs Millionen Euro aus einem EU-Strukturfonds. Der Rest kommt von der Stadt. Der Neubau des Tapetenmuseums wird vollständig vom Land übernommen. Derzeit ist es noch im Hessischen Landesmuseum in Kassel zu Hause, das ebenfalls derzeit renoviert wird.
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