| Gaßner soll Direktor der Hamburger Kunsthalle bleiben |
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| Dienstag, 07. Dezember 2010 um 06:41 Uhr | ||
Hamburg (dpa/lno) - Hubertus Gaßner soll Direktor der Hamburger Kunsthalle bleiben. Die Kulturbehörde und der 60-jährige Kunsthistoriker einigten sich am Montag auf eine Vertragsverlängerung um weitere fünf Jahre. «Mit Herrn Gaßner behalten wir einen ausgewiesenen und erfolgreichen Fachmann in Hamburg, der die Kunsthalle mit großem künstlerischem Gespür leitet», sagte Kultursenator Reinhard Stuth (CDU). Mit und durch ihn positioniere sich das Haus als bundesweit und international hoch angesehener Ort des Sammelns, Bewahrens, Vermittelns und Forschens der Kunst aus über einem halben Jahrtausend. Der Stiftungsrat des Museums muss in der kommenden Woche noch seine Zustimmung geben.
Der Einigung waren zähe Verhandlungen vorausgegangen. So hatte es in den vergangenen Monaten und Jahren immer wieder Streit um die Finanzierung von Hamburgs wichtigsten Kunstmuseum gegeben. «Nach längeren Verhandlungen mit unterschiedlichen Positionen freue ich mich, dass es nunmehr zu einer akzeptablen und von beiden Seiten getragenen Vereinbarung gekommen ist», sagte Gaßner. Nach Angaben der Behörde verpflichte sich der neue und alte Direktor, «dass die Kunsthalle mit dem gegenwärtigen Zuschuss der Stadt auskommen wird».
Die Spannungen zwischen Kunsthalle und Kulturbehörde gipfelten im Sommer 2010 in einem heftigen Streit zwischen der damaligen Kultursenatorin Karin von Welck (parteilos) und Gaßner über die vorübergehende Schließung der zur Kunsthalle gehörenden Galerie der Gegenwart. Grund dafür waren nicht - nicht wie zunächst von der Behörde behauptet - defekte Brandschutzklappen, sondern Sparmaßnahmen. Kurz vor ihrem Abgang wollte die Senatorin noch verhindern, dass der Vertrag für Gaßner verlängert wird.
Gaßner ist seit Februar 2006 Chef der Kunsthalle. Zuvor war er Direktor des Folkwang Museums in Essen, Hauptkurator im Haus der Kunst in München und Leiter des documenta Archivs in Kassel.
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