| Museum für Kunst und Gewerbe setzt auf eigene Sammlung |
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| Mittwoch, 08. Dezember 2010 um 06:48 Uhr | ||
Hamburg (dpa/lno) - Das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe (MKG) hat eine positive Bilanz für 2010 gezogen. «Im Großen und Ganzen kommen wir auf eine schwarze Null», sagte Museumschefin Sabine Schulze am Dienstag in der Hansestadt. «Wir haben keine Schulden gemacht.» Dafür seien jedoch einige Personalstellen unbesetzt geblieben. Außerdem wurden nötige Renovierungs- und Umbauarbeiten wie etwa im Hauptfoyer nur mit Hilfe von Spenden ermöglicht.
Überhaupt sollen Sponsoren künftig eine immer größere Rolle bei der Finanzplanung spielen. Angedacht sind etwa «Saalpatenschaften», bei denen Ausstellungsräume nach großzügigen Geldgebern benannt werden. Dieses Konzept ist auch Bestandteil der Bewerbung für Mittel aus dem von der Stadt eingerichteten Fonds für Sonderausstellungen.
Demnach seien aus dem noch von der damaligen Kultursenatorin Karin von Welck (parteilos) ins Leben gerufenen Zwei-Millionen-Euro-Topf 470 000 Euro für den Umbau der Räume der Moderne des MKG bewilligt worden, die im Gegenzug nochmals in gleicher Höhe von Spendern aufgebracht werden. Damit stehen dem Museum für 2011 rund 940 000 Euro extra zur Verfügung.
Außerdem hätten besonders Ausstellungen mit Exponaten aus den eigenen Beständen die Finanzen geschont. So wurden etwa für die Schau «Ideen sitzen» zum Stuhldesign zwischen 1960 bis heute rund 100 Exemplare aus dem umfangreichen Fundus zutage gefördert. «Wir sind keine Schauhalle, sondern ein Museum», erklärte Schulze.
Darum sollen auch im kommenden Jahr vor allem Präsentationen der hauseigenen Sammlungen überzeugen. Neben einer Ausstellung mit antiken Götterfiguren und der Grafikschau «Phantasie an die Macht - Politik im Künstlerplakat» gehört dazu auch eine Retrospektive des Designs der Computerfirma Apple.
Für 2010 rechnet das MKG mit mindestens 135 000 Besuchern - das sind im Vergleich zu den Jahren davor rund 65 000 Menschen weniger. Als Grund gibt die Museumsleitung vor allem die durch Umbaumaßnahmen nötig gewordene Teilschließung sowie den knapp bemessenen Haushalt an, durch den weniger Ausstellungen möglich sind.
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