| «Heilige Blumen»: neue Schau in der Kunsthalle |
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| Mittwoch, 08. Dezember 2010 um 06:48 Uhr | ||
Nürnberg (dpa/lby) - Blumen, die sich als Teile von Maschinengewehren entpuppen, Geschenkverpackungen ohne Inhalt: In der Nürnberger Kunsthalle sind von diesem Donnerstag (9. Dezember) an Werke des rumänischen Künstlers Mircea Cantor zu sehen.
«Seine Werke erzählen von gesellschaftlichen Utopien und Träumen», sagte die Chefin der Kunsthalle, Ellen Seifermann, am Dienstag. Mit oft ganz einfachen Mitteln und Gesten stelle Cantor zentrale Fragen des Lebens, etwa die Fragen zu Leid und zu Freiheit.
Cantor produziert Filme, Fotografien, Collagen, Skulpturen ebenso wie scheinbar flüchtige Skizzen aus Kerzenruß oder Lippenstift. Der Künstler hat sich bereits international einen Namen gemacht, seine Werke wurden unter anderem im Kunsthaus Zürich und im Centre Pompidou in Paris gezeigt. Die Schau in Nürnberg endet am 6. Februar 2011.
Empfangen wird der Besucher in der Kunsthalle von einem Schriftzug an der Decke des Foyers: «ciel variable» (veränderlicher Himmel) steht da in dunklen Lettern. Cantor wolle damit die Frage aufwerfen, welche Vorstellungen von Himmel wir überhaupt haben, sagte Seifermann.
Die Ausstellung steht unter der Überschrift «Heilige Blumen», titelgebend ist eine Serie von zwölf Fotografien. Sie zeigen starre Blüten- und Sternformen, die sich bei näherer Betrachtung als Spiegelungen erweisen - gespiegelt werden Teile eines Maschinengewehrs.
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