| Westerwelle stellt Neo Rauch in Paris vor |
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| Mittwoch, 08. Dezember 2010 um 06:48 Uhr | ||
Paris (dpa) - Außenminister Guido Westerwelle hat den in Frankreich noch nicht so berühmten Maler Neo Rauch offiziell in Paris vorgestellt. Bei der Eröffnung einer Rauch-Ausstellung in der deutschen Botschaft in Paris sagte Westerwelle am Dienstagabend, der gebürtige Leipziger sei weltweit einer der bekanntesten und bedeutendsten zeitgenössischen Künstler. «Wir sind stolz auf unsere kulturelle Vielfalt und für die stehen Sie», sagte er zu dem 50- Jährigen.
Rauch erzielt auf dem Kunstmarkt sechsstellige Euro-Beträge für seine Werke. In Paris sind bis zum Sommer drei kostenlose Leihgaben zu sehen. Dazu gehört auch ein Bild, das er eigens für das prächtige Palais Beauharnais geschaffen hat. Unter dem Titel «Der Geborgene» zeigt das großformatige Werk einen Krieger, der von Begleitern aus dem Chaos gerettet wird. Das Palais Beauharnais ist nur für geladene Gäste und angemeldete Besuchergruppen zugänglich.
Rauch gestand, er habe nach der Einladung des deutschen Botschafters die Tragweite der Situation unterschätzt. «Ich wollte mir nur eine kleine vorweihnachtliche Auszeit in Paris gönnen und sehe mich nun ganz tief eingebunden in die historischen Sedimentierungen, die dieses Haus gibt», sagte er mit Blick auf die jahrhundertealte Geschichte der Botschafter-Residenz.
An die geladenen Gäste appellierte Rauch: «Ich möchte Sie grundsätzlich bitten, auf Malerei zuzugehen, als würden Sie sich von ihr verzaubern lassen.»
Westerwelle ist selbst Kunstsammler und nennt einige Neo-Rauch- Werke sein eigen. «Als ich in den 90er Jahren mit meinem kleinen Sammlerherz die ersten Bilder von Ihnen gesehen habe, hätte ich mir nicht träumen lassen, mal so einen Abend mit Ihnen zu verbringen», sagte er zu Rauch.
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