| «Es ist ein Suchen» - Koelbls Werkschau in München |
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| Freitag, 10. Dezember 2010 um 06:49 Uhr | ||
München (dpa/lby) - Mit ihrem Bilder-Zyklus «Spuren der Macht» zeigte sie, wie sich Politiker wie Angela Merkel und Gerhard Schröder im Amt verändern. Diese inzwischen berühmten Bildstrecken der Fotografin Herlinde Koelbl sind Teil ihrer Werkschau «Herlinde Koelbl. Mein Blick», die von diesem Freitag an im Münchner Stadtmuseum zu sehen ist. Im vergangenen Jahr wurde die Ausstellung bereits im Berliner Martin-Gropius-Bau gezeigt, jetzt hat sie den Weg nach Bayern gefunden - wenn auch in etwas abgespeckter Form.
300 Fotos aus den Jahren 1976 bis 2010 sind noch bis zum 10. April kommenden Jahres in München zu sehen und geben einen Überblick über das vielfältige Werk der Künstlerin, die als eine der renommiertesten Fotografinnen und Dokumentarfilmerinnen Deutschlands gilt. Besonders auch ihre «Jüdischen Porträts» von jüdischen Persönlichkeiten der deutschen Geistesgeschichte fanden große Beachtung.
Stets versucht sie, den Geschichten ihrer Modelle auf die Spur zu kommen. «Es ist ein Suchen», sagte Koelbl, die in München lebt, am Donnerstag bei der Präsentation der Ausstellung. «Es ging mir nie darum, mich mit einem einzigen Stil darzustellen.» Auf Themensuche für ihre Motive müsse sie sich nie begeben, betonte sie. «Die Themen kommen alle zu mir.»
Einen Schwerpunkt der Münchner Ausstellung bildet die in den 1980er Jahren entstandene Fotoserie «Das deutsche Wohnzimmer», die Menschen aller sozialen Schichten - egal ob Künstler oder Arbeiter, Bauer oder Minister - in ihren Wohnzimmern porträtiert. Für die Reihe «Starke Frauen» fotografierte Koelbl Frauen fernab des gängigen Schönheitsideals, für die Serie «Sein und Schein» hat sie im Jahr 1994 unter anderem den verstorbenen Rudolph Moshammer und seine Mutter abgelichtet, Modeschöpfer Wolfgang Joop zeigte sich ihr oben ohne.
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