| «Teure Köpfe» von Hofmaler Lisiewsky in Schwerin |
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| Freitag, 10. Dezember 2010 um 06:49 Uhr | ||
Schwerin (dpa/mv) - Dem Hofmaler Christoph Friedrich Reinhold Lisiewsky (1725-1794) und seinen ebenfalls malenden Verwandten widmet sich von diesem Freitag an eine Ausstellung in Schwerin. Die Ausstellung «Teure Köpfe» zeigt rund 80 Porträt-Gemälde des Künstlers, der in Anhalt und Mecklenburg tätig war, sowie einigen seiner Familienangehörigen. Die Schau wurde vom Staatlichen Museum Schwerin und der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz erarbeitet und war von August bis Oktober auf Schloss Mosigkau bei Dessau (Sachsen-Anhalt) zu sehen.
Lisiewsky stammt aus einer polnischen Malerfamilie und stellte mit seinen detailreichen, realistischen Werken die oft idealisierende Porträtmalerei des Barock quasi auf den Kopf, wie Gerhard Graulich vom Schweriner Museum erklärte. Der «akribische Langsammaler» porträtierte von 1779 bis zu seinem Tod die herzogliche Familie Mecklenburgs in Ludwigslust.
Das Residenzschloss soll vom Land in den kommenden Jahren zu einem barockzeitlichen Museum umgebaut werden und dann auch die Schweriner Lisiewsky-Sammlung mit rund 20 Gemälden präsentieren, wie Museumsdirektor Dirk Blübaum am Donnerstag mitteilte. Trotz seines wenig umfangreichen Werkes und seiner geringen Bekanntheit in der Kunstgeschichte gehöre Lisiewsky zu den bedeutendsten Bildnismalern des 18. Jahrhunderts in Deutschland, so Blübaum.
Für die aktuelle Ausstellung sei erstmals der Bestand von Lisiewsky-Bildern in dreijähriger Forschungsarbeit aus Museen und Depots in Deutschland und Polen zusammengetragen worden, sagte Kurator Wolfgang Savelsberg von der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz. Bisher habe es weder ein Werksverzeichnis noch einen Aufsatz über den Maler gegeben. «Manche Gemälde von ihm in Privatsammlungen sind sicher noch gar nicht entdeckt», vermutete der Experte.
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