| Museum Marta: Programm von querbeet bis quergedacht |
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| Freitag, 10. Dezember 2010 um 06:49 Uhr | ||
Herford (dpa/lnw) - Mit Cindy Sherman, Schätzen aus den Depots von Banken und dem Visionär Richard Buckminster Fuller will das Museum Marta in Herford 2011 die Besucher anlocken. «Wir wollen unser Profil mit querdenken oder auch querbeetdenken weiter schärfen», sagte Museumsleiter Roland Nachtigäller am Donnerstag. Dazu gehören neben den großen Ausstellungen auch neue Einblicke in die Bestände des Museums, ein tieferer Blick auf Zeit, Design und Vergänglichkeit sowie kleinere Expositionen.
Den Anfang der großen Blöcke macht im März die Fotokünstlerin Cindy Sherman (bis 8. Mai). Nachtigäller sprach von einer aufsehenerregenden Zusammenstellung. Parallel dazu läuft die Ausstellung «Things are Queer». Nach der Übernahme einiger Banken verfüge die UniCredit mit nunmehr rund 60 000 Werken über eine der größten Unternehmenssammlungen in Europa. Darunter seien alte Meister wie Canaletto oder Dosso Dossi und moderne Klassiker wie Yves Klein oder Kurt Schwitters und zeitgenössische Künstler wie Gerhard Richter. Eine Auswahl von mehr als 100 Werken werde bundesweit erstmals in Herford gezeigt. Im Juni startet die Ausstellung «Wir sind alle Astronauten» zum Werk des US-amerikanischen Designers, Wissenschaftlers, Architekten und Schriftstellers Fuller (1895-1983). Der gelte als «Leonardo des 20. Jahrhunderts». Die Schau sei ursprünglich von dem englischen Stararchitekten Norman Foster zusammengestellt worden.
In diesem Jahr werde in etwa die Besucherzahl des Vorjahres von rund 57 000 erreicht, sagte Nachtigäller. Der Ausstellungsetat für 2011 sei mit rund 730 000 Euro nur wenig geringer als in diesem Jahr. Die einzelnen Ausstellungen sollen künftig länger laufen, um die Zeitfenster, gerade für auswärtige Besucher zu vergrößern, aber auch um Geld zu sparen.
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