| Kulturstiftung fördert Projekte zu Pina Bausch und Kleist |
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| Montag, 13. Dezember 2010 um 06:49 Uhr | ||
Berlin/Halle (dpa) - Die Sicherung des Nachlasses von Pina Bausch und das Kleist-Jahr 2011 gehören zu den wichtigsten Projekten, die im kommenden Jahr Geld von der Kulturstiftung des Bundes bekommen. Die Direktoren der Stiftung, Hortensia Völckers und Alexander Farenholtz, informierten am Freitag in Berlin über die Vergabe von insgesamt 20 Millionen Euro durch den Stiftungsrat. Das sind die größten Vorhaben:
* Kulturagenten für kreative Schulen (10 Millionen Euro; weitere 10 Millionen Euro von Stiftung Mercator): In den fünf Bundesländern Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Thüringen sollen insgesamt 50 sogenannte Kulturagenten bei Schülern und Lehrern ein Interesse an Kunst und Kultur wecken.
* Kleist-Jahr 2011 (2,13 Millionen Euro): Zum 200. Todesjahr des großen deutschen Schriftstellers (17771811) beteiligt sich die Kulturstiftung an zahlreichen Projekten wie etwa einer Ausstellung in Frankfurt/Oder und einem Theaterfestival in Berlin. Neu beschlossen wurden eine Hörspiel-Installation am Kleistgrab und eine literaturhistorische Ausstellung in Heidelberg.
* Fonds Neue Länder (2 Millionen Euro): Mit dem zusätzlichen Geld für die Jahre 2011 bis 2015 erhöht sich das Gesamtvolumen des Fonds auf 5,3 Millionen Euro. Gefördert werden kulturelle Initiativen und Projekte, die vor allem auf Bürgerengagement beruhen und gerade in strukturschwachen Gebieten zu einem größeren Zusammenhalt der Menschen beitragen.
* Sicherung des Nachlasses von Pina Pausch (450 000 Euro): Die weltberühmte Tänzerin und Choreografin hat bis zu ihrem Tod im vergangenen Jahr intensiv künstlerisches Material gesammelt. Die Mitglieder ihres Wuppertaler Tanztheaters wollen den Nachlass aufbereiten, archivieren und sichern, um Fachleuten und Interessierten aus aller Welt den Zugriff darauf zu ermöglichen.
Die Kulturstiftung des Bundes mit Sitz in Halle fördert seit 2002 deutschlandweit Kunst und Kultur. Besonderer Schwerpunkt sind innovative Projekte mit internationalem Bezug. Aus dem Haushalt von Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) bekommt die Stiftung eigenen Angaben zufolge derzeit 35 Millionen Euro im Jahr. Neumann ist auch Vorsitzender des Stiftungsrats.
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