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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Glücksfall für Dresden - Bild K21/102 kehrt zurück PDF Drucken E-Mail
Montag, 13. Dezember 2010 um 06:49 Uhr

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498 Bilder vermisste die Städtische Galerie Dresden seit mehr als 70 Jahren. Die Kunstwerke von Expressionisten wurden 1933 von den Nazis als «entartet» beschlagnahmt. Bei einer Auktion konnte nun eines davon zurückgekauft werden.

 

Dresden (dpa/sn) - Nach 77 Jahren wieder in der Heimat: Die Städtische Galerie Dresden hat erstmals eines der Kunstwerke zurückerworben, die von den Nazis im früheren Stadtmuseum beschlagnahmt worden waren. Das Aquarell «Akt am Ofen» des Bildhauers und Grafikers Christoph Voll (1897-1939) konnte bei einer Auktion in München ersteigert werden, teilten die Museen der Stadt am Freitag mit. Der Ankauf wird vom Freundeskreis der Galerie finanziert, der Preis nicht genannt. «Das ist ein absoluter Glücksfall», sagte Sprecher Richard Stratenschulte der Nachrichtenagentur dpa.

 

Das 35 mal 50 Zentimeter große Blatt war 1921 für die Sammlung angekauft worden. 1933 gehörte es zu den 498 Gemälden und grafischen Arbeiten, die die Nationalsozialisten als «entartet» beschlagnahmten. «Das war der größte Verlust für die Sammlung», sagte Stratenschulte. Es sei wohl in den Kunstmarkt gelangt. Mitarbeiter des Museums hatten es bei der Durchsicht von Auktionskatalogen entdeckt. «So etwas passiert viel zu selten», so der Museumssprecher. Der «Akt am Ofen» war aus einer US-amerikanischen Privatsammlung eingeliefert worden. «Er ist mit dem Stempel des Stadtmuseums Dresden und unserer Inventarnummer K21/102 gekennzeichnet.»

 

Das Bild sei in einem guten Zustand und soll künftig dauerhaft zu sehen sein. Es nährt laut Stratenschulte die Hoffnung auf weitere Rückkehrer. «Wir wissen nicht, wo die anderen Kunstwerke geblieben sind und ob sie überhaupt noch existieren.» Unter den von den Nazis konfiszierten Werken sind auch Arbeiten von Vertretern der in Dresden tätigen Künstlergruppe «Brücke». Erst zwischen 1919 und 1924 hatte das Stadtmuseum diese angekauft.

 

Die Beschlagnahmung der Kunstwerke durch die Nazis sei der größte Verlust für die Kunstsammlung gewesen, sagte Stratenschulte. Vermisst werden seitdem auch Werke namhafter Künstler wie Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Dix, Karl Schmidt-Rottluff, Otto Mueller, Oskar Kokoschka, Conrad Felixmüller, Kurt Schwitters und George Grosz. Die Städtische Galerie betreut die Kunstsammlung der Stadt seit 2002. Sie umfasst etwa 1700 Gemälde, 800 plastische Arbeiten und rund 20 000 grafische Blätter aus dem 16., 19. und frühen 20. Jahrhundert. Außerdem zählen Kunst aus der DDR und Zeitgenössisches dazu.

 



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