| Persönlichkeiten gegen Kulturbürgermeister-Abwahl |
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| Montag, 13. Dezember 2010 um 06:49 Uhr | ||
Leipzig (dpa/sn) - 38 Leipziger Persönlichkeiten haben gegen die geplante Abwahl des Kulturbürgermeisters Michael Faber (parteilos) protestiert. Er trete für eine hohe Qualität der Kultureinrichtungen der Stadt ein, heißt es in einem in der «Leipziger Volkszeitung» am Samstag veröffentlichten Offenen Brief. Zu den Unterzeichnern zählen die Maler Hartwig Ebersbach und Sighard Gille, der Schriftsteller Werner Heiduczek, der Kabarettist Meigl Hoffmann und der Komponist Steffen Schleiermacher. Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) hatte die Kompetenzen des Bürgermeisters gestutzt, mehr als 40 Stadträte beantragten danach ein Abwahlverfahren.
Jung hatte nach Auseinandersetzungen über die geplante Kürzung der Kulturraumförderung seinem Kulturbürgermeister die Zuständigkeit für bedeutende städtische Eigenbetriebe, darunter das Gewandhaus und die Oper, entzogen und zur Chefsache gemacht. Faber mangele es an Verwaltungserfahrung und strategischer Führungserfahrung, begründete der Oberbürgermeister die Entscheidung. Der Verleger war im April 2009 auf Vorschlag der Linken und mit den Stimmen der SPD gewählt worden.
«Ein nicht gerechtfertigtes Abwahlverfahren würde der Stadt Leipzig und ihrem Ruf als Kulturmetropole in Deutschland Schaden zufügen und die Würde dieses Amtes beschädigen. Das muss verhindert werden», heißt es in dem Offenen Brief. Das zweistufige Abwahlverfahren ist für die nächsten Stadtratssitzungen im Dezember und Januar geplant.
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