Dass Sie über diese Ausstellung so ausführlich berichtet haben, dafür gebührt Ihnen Lob und Dank, und das nicht etwa deshalb, weil ich zufällig auch unter den Interviewten und Porträtierten war. Ich selbst habe davon profitiert, in New York Schicksale von etwa Gleichaltrigen wenigstens in knappen Erlebnisberichten kennengelernt zu haben, dabei Gelegenheit zu erhalten, mich von Klischees und Verallgemeinerungen zu verabschieden. In Kriegen und Diktaturen kommt es besonders auf Charakterstärke an - und auf Verständnis für die Menschen, die dem Druck und den psychischen Belastungen nicht gewachsen waren. Es ist zu hoffen, dass der Besuch dieser Ausstellung auf möglichst viele ähnlich wirkt.

PS: Dass ich den Einmarsch der Amerikaner nicht in Linz, sondern in Weissenbach am Attersee erlebte, und mein Name am Ende kein "s" hat, ist daneben sicher nur für Insider von Belang.

Nochmals vielen Dank.