| Kulturschaffende verlesen «Leipziger Erklärung» |
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| Dienstag, 14. Dezember 2010 um 06:47 Uhr | ||
Leipzig (dpa/sn) - Stellvertretend für Kultureinrichtungen aus ganz Sachsen haben Kulturschaffende am Montag gemeinsam die sogenannte Leipziger Erklärung verlesen. Sie wollten damit gegen die geplante Novellierung des Kulturraumgesetzes protestieren, das am Mittwoch im Landtag diskutiert werde, sagte eine Sprecherin der Stadt Leipzig. Vertreter von 221 Museen, Theatern, Musikschulen oder Bibliotheken hätten die Erklärung unterzeichnet. Der Novellierungsentwurf sieht für Leipzig Kürzungen um eine Million Euro vor.
Er entziehe den Kulturräumen flächendeckend «die dringend notwendigen Mittel», heißt es in der von Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) präsentierten Erklärung. «Die Folgen für das Kulturland Sachsen wären verheerend.» Das künstlerische Angebot würde drastisch reduziert, so die Kritik. «Um eines kurzfristigen finanziellen Effektes willen wird die positive Entwicklung der letzten 20 Jahre infrage gestellt.» Die Erklärung wurde am Montag unter anderen von Gewandhaus-Direktor Andreas Schulz verlesen.
Sie sei bereits im November an die Landtagsabgeordneten verschickt worden, sagte die Sprecherin. Um «fünf vor zwölf» sollte noch einmal ein Zeichen gesetzt werden. Das Kulturraumgesetz war 1994 in Kraft getreten. Schon seit Monaten gibt es Kritik an der geplanten Novellierung.
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