| Fotografien von Andreas Feininger in Gera |
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| Mittwoch, 15. Dezember 2010 um 06:58 Uhr | ||
Gera (dpa/th) - Fotografien von Andreas Feininger (1906-1999) sind seit Dienstagabend in der Gera Kunstsammlung zu sehen. Vom Sohn des Weimarer Bauhäuslers Lyonel Feininger werden bis zum 20. Februar unter dem Titel «New York in the Forties» 78 Schwarz-Weiß-Aufnahmen im Südflügel der Orangerie präsentiert. Im Mittelpunkt stehen die vierziger Jahre des 20. Jahrhunderts in der amerikanischen Großstadt. «Mit seinen Bildern hat Andreas Feininger das Gesicht von New York weltweit geprägt», sagte Kunstsammlungsleiter Holger Saupe. «Seine Ansichten dieser Metropole, die kurz nach seiner Ankunft entstanden, zählen heute zu den Klassikern der Fotografie-Geschichte.»
Andreas Feininger wurde am 27. Dezember 1906 als ältester Sohn des Malers Lyonel Feininger in Paris geboren. Er gehöre zu einer Künstlergeneration, die in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg die Fotografie als künstlerisches Medium für sich entdeckte und eine neue fotografische Sehweise entwickelte. Klarheit, Einfachheit und Organisation waren für den Meisterfotografen die Grundprinzipien seiner Arbeit. Wie kaum ein anderer habe er es verstanden, Bildinhalte mit strengen formalen Kriterien, wie Perspektive und Komposition, zu verknüpfen.
Am Bauhaus in Weimar, wo sein Vater als Lehrer tätig war, absolvierte Andreas Feininger Anfang der 1920er Jahre eine Ausbildung zum Kunsttischler. Er studierte Architektur an den staatlichen Bauschulen in Weimar und Zerbst. In dieser Zeit entwickelte sich sein Interesse für Fotografie. Er beschäftigte sich zunächst mit den technischen Aspekten und experimentierte mit verschiedenen Verfahren. Da er sich eine Kamera mit extremem Teleobjektiv nicht leisten konnte, konstruierte er sie selbst. Nach Abschluss seines Studiums arbeitete er als Architekt in Hamburg und für kurze Zeit in Paris beim Architekten Le Corbusier.
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