| Melanchthonhaus mehr beschädigt als angenommen |
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| Donnerstag, 16. Dezember 2010 um 06:44 Uhr | ||
Wittenberg (dpa/sa) - Die Sanierung des einstigen Wohnhauses von Philipp Melanchthon (1497-1560) in Wittenberg wird teurer als bisher geplant. Untersuchungen von Baufachleuten hätten ergeben, dass auch Teile des Daches und der Gebäude-Tragkonstruktion ersetzt werden müssen, teilte die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt am Mittwoch mit. Das zum Unesco-Welterbe zählende Museum, das seit September wegen der geplanten Sanierung und Erweiterung geschlossen ist, kann daher voraussichtlich erst Anfang 2012 wieder eröffnet werden; statt im kommenden Herbst. Die Kosten steigen um etwa eine halbe Million Euro auf weit über vier Millionen Euro.
Das Bürgerhaus war 1536 mit großzügiger finanzieller Unterstützung des sächsischen Kurfürsten Johann Friedrich des Großmütigen eigens für den Reformator errichtet worden. Kurz zuvor hatte Melanchthon angekündigt, die Universität Wittenberg zu verlassen. Das Geschenk des Kurfürsten verfehlte seinen Zweck nicht: Melanchthon blieb dann doch bis zu seinem Tod in Wittenberg - und damit auch in der Nähe seines Freundes Luther, der in der Nachbarschaft wohnte.
Das Renaissancebauwerk mit seinen spätgotisch gefassten Fenstern und dem Rundbogengiebel soll als Museum noch attraktiver werden. Im Melanchthonhaus ist eine neue Dauerausstellung über das Leben des Weggefährten von Martin Luther geplant. Auf dem Nachbargrundstück, das einst dazu gehörte, soll ein Neubau entstehen; mit Eingangsfoyer, Museumsshop und weiteren Räumen.
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