| Galerien in ehemaliger jüdischer Mädchenschule |
|
|
|
| Montag, 20. Dezember 2010 um 06:43 Uhr | ||
Berlin (dpa/bb) - Das Galerienviertel in Berlin-Mitte bekommt eine neue Adresse für Kunst: die ehemalige jüdische Mädchenschule in der Auguststraße. Die Jüdische Gemeinde zu Berlin schloss am Freitag mit Investor Michael Fuchs (Galerie Haas & Fuchs) einen Mietvertrag zum 1. Januar 2011 ab. Fuchs plant laut der Mitteilung auf vier Etagen verteilt Galerien und Künstlerateliers. Im Erdgeschoss sind Räume für einen Buchladen vorgesehen, im ersten Stock soll ein Restaurant öffnen. Die Sanierung und den Innenausbau übernehmen die Berliner Architekten Armand Grüntuch und Almut Ernst.
Rund vier Millionen Euro sollen investiert werden, als Bauzeit wird ein Jahr veranschlagt. Das rund 80 Jahre alte Haus stand seit Mitte der 90er Jahre leer und wurde gelegentlich für Ausstellungen genutzt. Zu den Interessenten für benachbarte Gebäude gehört die Galerie C/O Berlin.
Die Mädchenschule wurde 1942 von den Nationalsozialisten geschlossen und danach als Krankenhaus genutzt. Nach Kriegsende zog wieder eine Schule ein. Grund der Schließung 1996 war Schülermangel, wie die Jüdische Gemeinde berichtet. Der Architekt des Hauses, Alexander Beer, starb 1944 im Konzentrationslager Theresienstadt.
Tags: f
|
























































