| Die Hamburger Kulturhighlights 2011 Von Jenny Tobien, dpa |
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| Dienstag, 28. Dezember 2010 um 18:57 Uhr | ||
Gerhard Richter im Doppel, Faust 1 & 2 im Thalia Theater und neue Roman-Adaptionen auf den kleineren Bühne. Ein Ausblick auf die Highlights des Jahres 2011 in den großen Hamburger Theatern und Musseen.
Hamburg (dpa/lno) - Gleich zwei Ausstellungen zu Starkünstler Gerhard Richter gibt es von Februar an in Hamburg zu sehen. Das Bucerius Kunstforum zeigt «Gerhard Richter. Bilder einer Epoche» (5. Februar bis 15. Mai 2011). Der Zyklus «18. Oktober 1977» zum Tod der RAF-Mitglieder in Stammheim bildet als Leihgabe des New Yorker MoMA den Höhepunkt der Schau. Parallel präsentiert das Kunsthalle die Ausstellung «Unscharf nach Gerhard Richter» (11. Februar 2011 bis 22. Mai 2011).
Dem britischen «Maler der Elemente» William Turner widmet sich das Kunstforum von Juni bis September und zeigt etwa 85 Werke aus der Tate Gallery London und weiteren Sammlungen. Dabei veranschaulichten die fünf Themenbereiche Feuer, Wasser, Luft, Erde und Fusion die über Jahre andauernde Entwicklung von Turners Landschaftsmalerei.
Von Herbst an gibt es in der Kunsthalle eine umfassende Retrospektive von Max Liebermann zu sehen. «Max Liebermann. Wegbereiter der Moderne»(30. September 2011 bis 19. Februar 2012) möchte neue Akzente innerhalb der Werkrezeption setzen und die herkömmliche Einordnung des Malers als «Impressionist» und der Begriff des Realismus dazu neu hinterfragen, heißt es.
Das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe will im kommenden Jahr vor allem mit Präsentationen der hauseigenen Sammlungen überzeugen. Neben einer Ausstellung mit antiken Götterfiguren und der Grafikschau «Phantasie an die Macht - Politik im Künstlerplakat» gehört dazu auch eine Retrospektive des Designs der Computerfirma Apple.
Das Thalia Theater zeigt im Januar «Don Carlos» von Friedrich Schiller unter der Regie von Jette Steckel. In Kooperation mit den Salzburger Festspielen arbeitet das Theater derzeit an «Faust 1 & 2» von Johann Wolfgang von Goethe. Die erste Probenphase hat im Juni 2010 begonnen. Die Premiere in Salzburg ist an 28. Juli 2011. Im Rahmen der Spielzeiteröffnung 2011/12 wird das Stück von Regisseur Nicolas Stemann dann im September erstmals in Hamburg aufgeführt.
Am Deutschen Schauspielhaus feiert im Januar Shakespeares «König Lear» unter Regie des Österreichers Georg Schmiedleitner Premiere. Das Stück sei die düstere Vision einer Gesellschaft, in der alles zur Disposition steht, auch das soziale Miteinander von Jungen und Alten. «Eltern», ein musikalischer Abend von Franz Wittenbrink wird im März uraufgeführt. «Wenn Menschen Eltern werden, passieren seltsame Dinge. Aus braven, unbescholtenen Bürgern werden Extremisten, stets im Dienste des Kindes«, heißt es in der Ankündigung. Mit dem Stück kehrt Wittenbrink ans Schauspielhaus zurück, wo er von 1993 bis 2000 musikalischer Leiter war.
An den kleineren Bühnen geht unterdessen der umstrittene Trend zur Roman-Adaption weiter. Nachdem im Thalia in der Gaußstraße Helene Hegemanns «Axolotl Roadkill» im November begeistert gefeiert wurde, folgt im Januar die Inszenierung von Don De Lillos «Falling Man». Das Altonaer Theater widmet sich dem Bestseller von Daniel Kehlmann und bringt im Februar «Die Vermessung der Welt» auf die Bühne.
An der Hamburgischen Staatsoper feiert Ende Januar «Faust» von Charles Gounod Premiere. Im Mai folgt «La Cenerentola» vom Gioachino Rossini. Am Hamburg Ballett setzt John Neumeier seinen Mahler-Zyklus fort. Kein anderer Komponist hat den dienstältesten Ballettchef weltweit zu mehr Choreografien inspiriert: Nun wird am 26. Juni die «Zehnte Sinfonie von Gustav Mahler» uraufgeführt. William Shakespeares «Sommernachtstraum», 1977 uraufgeführt, kommt vom 25. Februar an zurück auf die Bühne.
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