| Unter unerforschlichen Meteoren. Ludwig Meidner und Ernst Barlach |
|
|
|
| Dienstag, 02. Februar 2010 um 18:38 Uhr | ||
Mit Ludwig Meidner (1884-1966) und Ernst Barlach (1870-1938) wirft die Kunsthalle Recklinghausen einen Blick auf zwei Hauptvertreter des Deutschen Expressionismus, die von der Kunstgeschichte bis heute als gegensätzlich betrachtet werden. Eine Unterscheidung, die die Betrachtung nachhaltig prägt und beide Künstler in Schubladen schiebt – Meidner, der Rebell der Großstadt und Barlach, der fromme Einsiedler. Die Ausstellung der Kunsthalle, die zuvor bereits in Hamburg zu sehen war, will mit diesen Klischees brechen. Sie zeigt die introspektive Dimension in den Bildwelten Meidners, während Barlachs Zeichnungen ihre zeitkritische Brisanz zurückgewinnen.
Gemeinsamer Bezugs- und Ausgangspunkt ist hier immer wieder das „unheimliche Rätselwesen“ (Barlach) – der Mensch. Rund 100 Werke öffnen den Blick auf das vielschichtige Menschenbild beider Künstler – und zeigen bemerkenswerte Parallelen. Neben den Menschen haben beide Künstler ein großes Interesse an Schreckensvisionen und seltsamen Himmelserscheinungen. Nicht nur in Bildwerken zeigt sich die Omnipräsenz der menschlichen Abgründe, von Wildheit, Ekstase und Raserei. Beide sind auch Meister des Wortes: Barlachs Dramen und Prosatexte, für die er mit dem Kleist-Preis geehrt wurde, gehören – neben Meidners Büchern Im Nacken das Sternenmeer und Septemberschrei – längst zum Kanon der expressionistischen Literatur.
Mehr zur Kunsthalle Recklinghausen |



























































Er hat super tolle Bilder gemalt.