| Von Ägypten bis Nolde - Düsseldorfer Kunstmesse «ak» |
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| Dienstag, 02. Februar 2010 um 19:04 Uhr | ||
Düsseldorf (dpa/lnw) - Mit einem Kunst-Angebot von den Pharaonen bis zur Gegenwart öffnet die «antique & kunstmesse» in Düsseldorf. Von diesem Mittwoch an bis zum 7. Februar breiten 92 Händler und Galeristen aus dem In- und Ausland ihr Angebot auf insgesamt 10 000 Quadratmetern Messehallenfläche aus. Teuerstes Stück auf der «ak», die sich in ihrer erst vierjährigen Geschichte einen Spitzenrang unter den vergleichbaren Messen in Deutschland erobert hat, ist das drei Millionen Euro teure Gemälde «Wasserrosen» von Emil Nolde. Neben den weißblühenden Wasserrosen auf grün-blauem Grund ist mit einer «Landschaft mit ruhenden Kühen» (1925) zum Preis von 1,35 Millionen Euro ein weiteres Nolde-Gemälde auf der Düsseldorfer Messe zu finden.
Zu den ältesten Kostbarkeiten gehört eine 5500 Jahre alte Schiefer-Schminkpalette in Form einer Wachtel aus dem frühen Ägypten. Zu dem mit Blick auf neue Sammlerschichten besonders breiten Angebot an «exotischer» Kunst gehören die Malereien australischer Ureinwohner (5000 bis 15 000 Euro) ebenso wie eine uralte Kultfigur der westafrikanischen Dogon, die früher um Regen bat und heute 28 000 Euro bringen soll.
Als klassische Italienmotive der Spätromantik finden sich eine sonnige Capri-Landschaft des Düsseldorfers Oswald Achenbach oder der «Titusbogen» des Kielers Friedrich Loos von 1851 (69 000 Euro). Spitzwegs «Sonntagsjäger» (175 000 Euro) oder eine ganze Kollektion galanter Meissener Porzellanfigürchen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts (800 bis 65 000 Euro) stehen ebenso für «gediegenen» Sammlergeschmack wie ein hoher Mahagoni-Lyra-Sekretär (um 1820) für 125 000 Euro.
Die Klassische Moderne ist unter anderem mit einer überraschend großen Zahl von Kirchner-Skizzen, mit Schmidt-Rottluffs liegendem Frauenakt (29 500 Euro) oder Klees spätem Aquarell «Bergweg» (1930) vertreten. Picassos Litho einer Sitzenden in 50er Auflage von 1949 soll stolze 138 000 Euro bringen.
Mit den Stilmitteln amerikanischer Kinoplakate spielt der US- Künstler Alex Katz, dessen eindrucksvoll-melancholisches Frauenporträt (1994) als Linolschnitt auf Japanpapier 15 000 Euro kosten soll. Eine Landschaft des Malers Bruno Goller (1950/78 000 Euro) oder eine dynamisch-abstrakte Raumplastik des früheren Düsseldorfer Akademie-Direktors Kricke (1962/64 zu 36 000 Euro) unterstreichen den Rang des Rheinlandes als Kunstregion.
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