| Angermuseum öffnet mit Natalja Gontscharowa |
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| Mittwoch, 03. Februar 2010 um 14:39 Uhr | ||
Erfurt (dpa/th) - Mit Malerei von Natalja Gontscharowa (1881- 1962), einer der schillernsten Figuren der russischen Avantgarde, wird das Angermusuem Erfurt am 12. Juni wiedereröffnet. Gontscharowa sei die «teuerste Malerin der Welt» und die Retrospektive nur im Verbund mit zwei deutschen Häusern zu stemmen, sagte Museumsdirektor Wolfram Morath-Vogel am Mittwoch in Erfurt. Die Tretjakow-Galerie in Moskau ist Leihgeber der bis zum 3. Oktober laufenden Schau. Das Museum im ehemaligen Kurmainzischen Pack- und Waagehof wurde in den vergangenen fünf Jahren saniert und erweitert. Zum Fundus gehören eine einzigartige Mittelaltersammlung und Kunst der klassischen Moderne.
Hier ein Foto zur Ausstellung in Rüsselsheim
Mit Fotografie und Zeichnungen stehen auch die weiteren Sonderausstellungen 2010 im Fokus zeitgenössischer Kunst. Eine Konkurrenz zur städtischen Kunsthalle sieht Morath-Vogel jedoch nicht. «Ich will gerade nicht in fremden Gewässern fischen», sagte er. Das Angermuseum, 1886 von kunstbegeisterten Erfurtern gegründet, sei immer der zeitgenössischen Kunst verpflichtet gewesen - «und moderne Kunst geht bis in den heutigen Tag». Kunst sei heute immer mehr ein Spiel mit den Gattungen und ihrer Grenzüberschreitung. «Ein Museum darf keine Scheuklappen haben», begründete der Direktor die Auswahl.
Zu den Neuerwerbungen der jüngsten Zeit gehören eine Amphorenvase mit Erfurter Stadtmotiven sowie ein Fasanen-Stillleben des österreichischen Malers Carl Eduard Schuch (1846-1903) aus seiner Pariser Zeit. Schuch gehört für Morath-Vogel zu den Künstlern, deren Bedeutung und Nachfrage wachsen werde. Für den Ankauf habe die Ernst- von-Siemens-Kunststiftung eine sechsstellige Summe gegeben. Das Haus wird 2010 wie alle Erfurter Museen keinen Etat zum Ankauf von Kunstgut haben.
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