| Villa Stuck mit Jugendstil und moderner Kunst |
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| Mittwoch, 03. Februar 2010 um 18:45 Uhr | ||
München (dpa/lby) - Ein prachtvolles Jugendstil-Tischtuch und eine gerade erst fertig gewordene, experimentelle Installation - zwei so unterschiedliche Kunstwerke können sich in der Villa Stuck fast täglich begegnen. Denn auch in diesem Jahr setzt das Münchner Museum ganz auf sein Konzept, neben Jugendstil und Kunst des 19. Jahrhunderts brandneue Werke und zeitgenössische Künstler zu zeigen, wie Direktor Michael Buhrs am Mittwoch in München ankündigte. Fotos, Gemälde, Textilien, Videos, Installationen - auch die Techniken sollen gewohnt vielfältig sein. Ein Höhepunkt wird eine große Schau mit Jugendstil-Schätzen aus Privatbesitz im Oktober sein.
Die Besucher scheinen das Konzept zu honorieren, denn im vergangenen Jahr kamen laut Münchens Kulturreferent Hans-Georg Küppers rund 61 000 in die Villa Stuck. Seit der Wiedereröffnung des ehemaligen Hauses des Malers und Bildhauers Franz von Stuck im Jahr 2005 seien es 320 000 gewesen. Einer der größten Erfolge des Jahres 2009 kam laut Küppers eher unerwartet. Die Ausstellung «Gerwald Rockenschaub. Promise vs. Reality» entwickelte sich zum Publikumserfolg und wurde auch international gefeiert.
In diesem Jahr stellt die Villa Stuck unter anderem in der vierteiligen Reihe «Ricochet» zeitgenössische Künstler vor. Gemälde, Zeichnungen und Installationen von Cris Koch sind noch bis zum 14. März zu sehen. Es folgen Werke von Samantha Dietmar (22. April bis 27. Juni), Hito Steyerl (22. Juli bis 26. September) und Ahmet Ögüt (11. November bis 23. Januar 2011). Am 11. Februar öffnet eine Schau mit Videos, Fotos und Installationen von Christoph Brech (bis 24. Mai).
Dem Jugendstil widmet sich die Villa Stuck nicht nur in der großen Schau mit Werken aus Privatbesitz, die vom 28. Oktober bis zum 23. Januar 2011 das ganze Haus mit Möbeln, Glas, Keramiken, Metallarbeiten und weiteren Sammlerstücken füllen wird. Zusätzlich sind vom 11. März an in der Schau «Textilkunst im Jugendstil von Behrens bis Olbrich» exklusive Tischdecken, Servietten und zahlreiche Textildekore aus der Zeit um die Wende zum 20. Jahrhundert zu sehen.
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